13.11.2019 16:07
Quelle: schweizerbauer.ch - bki
Bio Suisse
"Bio funktioniert"
In Olten fand am Mittwoch die Delegiertenversammlung von Bio Suisse statt. In der Diskussion zu den beiden Volksinitiativen „Trinkwasser“ und „Für eine Schweiz ohne synthetische Pestizide“ schlägt der Vorstand von Bio Suisse vor, die Parolenfassung auf den April 2020 oder später zu verschieben. Der GVO-Impfstoff Vaxxitek ist für Knospe-Betriebe ab dem 1. Januar 2020 nicht mehr zugelassen.

Bio Suisse begründet diesen Vorschlag damit, dass der Bundesrat davon ausgehe, dass die Abstimmung frühestens im September 2020 stattfinden werde. Zudem hofft der Vorstand, dass das Parlament einen Gegenvorschlag macht. Die Versammlung ist sich einig, dass die Parolenfassung verschoben werden soll und der Antrag der Schweizer Bergheimat für ein sofortiges Ja wird abgelehnt.

„Gemeinsam den Wandel möglich machen“
Stattdessen wird eine vom Vorstand ausgearbeitete Resolution angenommen. Diese steht unter der Leitidee „gemeinsam den Wandel möglich machen“. Bio Suisse hält darin fest: „Bio funktioniert und kann eine Antwort auf die Initiativen sein und einen wichtigen Teil dazu beitragen, die landwirtschaftliche Produktion nachhaltiger zu gestalten.“ 

Auch der Antrag der Bärner Bio Bure, Bio Ostschweiz und Bio ZH-SH für eine Pflichtmitgliedschaft für Knospe-Schweineproduzenten, die Bio-Schweine in den Detailhandel liefern, wird angenommen. Kurz vor Mittag wurde über den Einsatz des GVO-Impfstoffes Vaxxitek beim Mastgeflügel diskutiert.

Befristete Zulassung von Vaxxitek abgelehnt

Die aktuell bestehende Zulassung bis Ende 2019 ist umstritten, da der Einsatz von Tierarzneimitteln und Impfstoffen mit gentechnisch veränderten Organismen in den Richtlinien der Bio Suisse klar verboten ist.

Die Schweizer Bergheimat beantragt, dass für die Verwendung von GVO-Impfstoffen eine Ausnahmebewilligung zwingen sei, und dass die Vermarktung geimpfter Tiere nicht mit der Knospe erfolgen dürfe. Dieser Antrag, wie auch der Antrag des Vorstandes zur befristeten Zulassung des GVO-Impfstoffs Vaxxitek bei Mastpoulets bis Ende 2024 wird von den Delegierten abgelehnt.  


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