31.03.2014 12:36
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
Bern
Berner Wahlen: Lobag freut sich doppelt
Die Grossratswahlen verliefen für die bäuerlichen Kandidaten erfolgreich. Das Ziel der Landwirtschaftliche Organisation Bern und angrenzende Gebiete (Lobag), die Vertretung des Standes zu erhöhen, wurde erreicht. Zudem schaffte auch der Lobag-Präsident die Wahl in das Berner Parlament.

Die Wahlen im Kanton Bern haben die Bevölkerung nicht in Scharen an die Urnen gelockt. Lediglich etwas mehr 32 Prozent gaben ihre Stimme ab. Das kann den Bauern aber egal sein. Ihnen gelang es, den Anteil Bauernvertreter im Parlament zu erhöhen. Das freut auch die Lobag. „Wir freuen uns, dass wir 28 der Gewählten mit bäuerlichem Hintergrund aktiv im Wahlkampf unterstützen konnten“, schreibt die Organisation am Montag in einem Communiqué. Die Standesvertretung sei eine der wichtigsten Aufgaben der Lobag. Eine starke Standesvertretung sei aber auch eine gute Vernetzung in Politik, Wirtschaft und Verwaltung angewiesen.

Den Sprung in den Grossen Rat schaffte auch Lobag-Präsident Hans Jörg Rüegsegger. Im Wahlkreis Mittelland-Süd eroberte er für die SVP einen Sitz. Er erhielt 5761 Stimmen und kann sich fortan direkt in Bern für die Geschicke der Lobag und der Bauern einsetzen.

Leicht getrübt wurde der Wahlsonntag aus Sicht der Lobag bei den Regierungsratswahlen. Sie setze sich für die Rückeroberung der bürgerlichen Mehrheit ein. Die rot-grüne Regierung konnte sich aber halten (4 Sitze für rot-grün, 3 bürgerlich). Dies schaffte sie aber nur dank der Jura-Formel (geometrisches Mittel). Gesundheitsdirektor Philippe Perrenoud (SP) erreichte im ganzen Kanton 8000 Stimmen weniger als Manfred Bühler (SVP), doch der Herausforderer erzielte im Berner Jura 1000 Stimmen weniger als Perrenoud.

„Die Erfahrung der letzten Jahre haben gezeigt, dass in der Konstellation bürgerlicher Grossrat und rot-grüne Regierung viel Reibungsenergie verloren geht. Wir bedauern, dass es nicht gelungen ist den Wechsel herbeizuführen“, schreibt die Lobag. Nun sei es notwendig, über die Direktionsverteilung zu diskutieren, betont die Organisation.

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