24.08.2016 16:43
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Abstimmung
Bauernverband gegen «Grüne Wirtschaft»
Der Schweizer Bauernverband lehnt die AHVplus-Initiative und die Volksinitiative für eine «Grüne Wirtschaft» ab. Bei letzterer gehen die Meinungen in der Branche allerdings auseinander.

Die Initiative der Grünen fordert eine Senkung des Ressourcenverbrauchs - und betrifft damit unter anderem auch die Landwirtschaft. Der Bauernverband gab am Mittwoch in einer kurzen Mitteilung bekannt, er lehne die Initiative ab. Eine Begründung wurde nicht genannt.

Der Direktor des Bauernverbands, der Freiburger FDP-Nationalrat Jacques Bourgeois, sagte auf Anfrage, es gebe intern Meinungsverschiedenheiten über den Initiativtext der Grünen. «Wir arbeiten mit der Natur und eines unser wichtigsten Anliegen ist es, die natürlichen Ressourcen zu erhalten, in erster Linie den Boden», sagte er.

Die Initiative schlage aber ein zu hohes Tempo an und würde für die Landwirtschaft «drastische Massnahmen» mit sich bringen, sagte Bourgeois. Es seien zudem bereits zahlreiche Programme im Gang, um die Umwelt zu schützen. Die beiden Nein-Parolen wurden von der Landwirtschaftskammer, dem Parlament des Bauernverbands, gefasst, wie eine Sprecherin auf Anfrage mitteilte. Anders als der Bauernverband beschloss die Bauerngewerkschaft Uniterre für den Moment Stimmfreigabe, wie Sekretär Nicolas Bezençon sagte.

Die Initiative «Grüne Wirtschaft» verlangt, dass die Schweiz ihre Umweltbelastung auf ein global verträgliches Mass senkt. Heute verbraucht sie so viele Ressourcen, dass drei Erden nötig wären, wenn sich die gesamte Erdbevölkerung so verhielte. Bei einem Ja müsste der ökologische Fussabdruck bis 2050 auf eine Erde reduziert werden. Abgestimmt wird am 25. September.

SCHWEIZER BAUER
BEKANNTSCHAFTEN
DER SCHWEIZER BAUER AUF YOUTUBE