5.12.2012 08:32
Quelle: schweizerbauer.ch - sam
Bundesrat
Bauernsohn wird Bundespräsident
Bundesrat Ueli Maurer ist im kommenden Jahr Bundespräsident. Die Bundesversammlung hat den 62-jährigen Vorsteher des Eidg. Departements für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) am Mittwoch mit 148 von 202 gültigen Stimmen gewählt.

Ueli  Maurer wuchs als Bauernsohn in Hinwil ZH auf, schloss eine  kaufmännische Lehre ab, erwarb das Buchhalterdiplom und wurde  Geschäftsführer der Landi Hinwil-Bauma. 1994 übernahm er die Geschäftsführung des Zürcher  Bauernverbandes. Maurer ist verheiratet und Vater von sechs Kindern. Vor der Wahl zum Bundesrat war er Gemeinderat, Kantonsrat, Nationalrat und langjähriger SVP-Parteipräsident.

Am 26. Oktober 2007 gab Maurer seinen Rücktritt als Parteipräsident der SVP auf März 2008 bekannt. Der Bauer Toni Brunner wurde am 1. März 2008 zu seinem Nachfolger gewählt.

Am 10. Dezember 2008 wurde Maurer im dritten Wahlgang mit nur einer Stimme Vorsprung auf einen Sprengkandidaten, seinen Parteikollegen und damaliger Bauernverbandspräsident Hansjörg Walter in den Bundesrat gewählt. Seit 2009 ist Maurer Vorsteher des Eidgenössischen Departementes für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS).

Maurer blickt auf die drittlängste Amtsdauer der amtierenden Bundesrätinnen und Bundesräte zurück. Nach dem für das Bundespräsidium angewandten Anciennitätsprinzip ist er an der Reihe für das Präsidium.

Unterstützt wurde er von allen Fraktionen ausser den Grünen. Diese gaben keine Erklärung für ihren Entscheid ab. Die anderen Fraktionen wählten aber keineswegs geschlossen: Maurer machte das drittschlechteste Resultat der letzten fast 50 Jahre. Schlechter schnitt nur Micheline Calmy-Rey 2006 und 2010 ab. Von den 237 eingegangenen Wahlzettel waren 8 ungültig, 27 Parlamentarier hatten leer eingelegt. Bundesrat Didier Burkhalter erhielt 40 Stimmen, 14 Stimmen gingen an Diverse.

Als Bundespräsident leitet Maurer während eines Jahres die wöchentlichen Sitzungen der Regierung und übernimmt Repräsentationspflichten. Er folgt im Amt auf Eveline Widmer-Schlumpf, die von der Bundesversammlung vor einem Jahr nach der Wiederwahl in den Bundesrat auch noch gleich als Präsidentin bestimmt wurde. Die SVP, die Widmer-Schlumpfs Wiederwahl bekämpft hatte, schickte schon damals Ueli Maurer ins Rennen. Dieser erhielt bloss 32 Stimmen, wurde aber als Vizepräsident gewählt.

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