1.07.2020 18:27
Quelle: schweizerbauer.ch - lid
Ausbildung
3 oder 4 Jahre Lehre?
Die OdA AgriAliForm hat eine erste Auswertung der Umfrage vorgenommen. In vielen Punkten sind die Meinungen nicht weit auseinander, wie es in einer Mitteilung heisst.

Die OdA AgriAliForm koordiniert und fördert die Berufsbildung in der Landwirtschaft. Sie legt unter anderem die Bildungsziele und -inhalte der verschiedenen Berufe fest. Gemäss Bildungsverordnung muss die berufliche Grundbildung alle fünf Jahre auf ihre Aktualität überprüft werden. Derzeit bereitet die OdA AgriAliForm die für 2022/2023 vorgesehene Revision der Grundbildung vor.

OdA AgriAliForm führte Ende 2019 eine Umfrage bei ihren Mitgliedorganisationen durch. Die Antworten bilden die Grundlage für das weitere Vorgehen.

• Die Absolventen mit einem Eidgenössischen Fähigkeitszeugnis EFZ sollen in der Lage sein, einen Betrieb zu führen und ihn mit einer gewissen Unterstützung selbständig zu betreiben.

• In der Grundbildung soll vor allem produktionstechnisches Fachwissen vermittelt werden.

• Daneben soll die Basis für das Verständnis der Marktmechanismen sowie das Unternehmertum gelegt werden.

• Das EFZ muss weiterhin den Erhalt von Direktzahlungen gewährleisten und die Fachbewilligung Pflanzenschutz sowie die Staplerprüfung sollen integraler Bestandteil der Ausbildung sein.

• Auch für Nebenerwerbsbetriebe braucht es eine solide und an die Strukturen angepasste Ausbildung.

• Ökologie und Nachhaltigkeit werden als wichtig erachtet, diese Themen müssen integriert über die Fächer sowie Schule und Betrieb behandelt werden.

Allerdings herrscht nicht überall Einigkeit. Die Gretchenfrage sei, ob diese Ziele in 3 Jahren erreicht werden können oder die Grundbildung auf 4 Jahre verlängert werden sollen, so die OdA AgriAliForm. Die Meinungen gehen je nach regionalen, geographischen und strukturellen Gegebenheiten auseinander.

Nun wird geprüft, ob beide Varianten möglich wären: je ein eigenständiger Beruf mit 3- resp. 4-jähriger Lehrzeit. Als Entscheidungshilfe sollen die zugehörigen Qualifikationsprofile erarbeitet werden. Es werde sich zeigen, ob sie sich ausreichend unterscheiden, um 2 EFZ-Berufe in der landwirtschaftlichen Berufsbildungslandschaft klar zu positionieren, so die Organisation der Arbeitswelt.

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