17.05.2020 09:30
Quelle: schweizerbauer.ch - ral
Bern
Service rund ums Brennholz
Simon Lüthi aus Emmenmatt BE hat sich ein Geschäftsmodell zurechtgelegt, das er zielstrebig umsetzt. Mit 22 hat er einen Sägespalter und einen Traktor angeschafft. Damit geht er auf die Stör und handelt mit Brennholz.

Ein kleiner Schubs, und der Stamm liegt bereit im Einzug. Doch die Säge will irgendwie nicht. «Demoeffekt, typisch», sagt Simon Lüthi, packt den Schraubschlüssel und wechselt das Schwert aus. Nun gehts wie geschmiert. Er postiert sich lässig neben dem Ungetüm und zieht am Joystick. Erstaunlich leise setzt sich der  4-Meter-Trämel in Bewegung. Das Sägeblatt schneidet einen ersten Rugel ab. «Das kann ich einstellen zwischen 25 und 50 cm Länge», gibt der Jungunternehmer zu verstehen.

Dann knackt es, und 8 Stückholzklötze erscheinen unten am Einlass zum Förderband. «Der drückt mit 25 Tonnen – egal ob astig oder gerade gewachsen – alles durch.» Ob trocken oder nass spiele grundsätzlich keine Rolle. «Aber waldfrisches Buchenholz wie dieses hier geht schon am besten», gibt er zu verstehen. In kurzer Zeit läuft das Förderband voll mit Holzklötzen, die im Kipper, in Paloxen, Big Bags oder einfach auf dem Boden landen. 30 Grad könne er dieses schwenken, und durch die feinen Metallstäbe fallen die zu schmalen Splitter.

In 15 Minuten bereit

Tajfun 480 RCA heisst die Modellbezeichnung des slowenischen Herstellers, der sich auch als Spezialist für Seilwinden einen Namen gemacht hat. 480 steht für eine Stammdicke von 48 cm. «Wenn ich dickere Stämme vorher spalte, bringe ich Hälften von 60 cm durch», so der Jungunternehmer. Angetrieben wird das Gerät mit einem 120-PS-New-Holland-Traktor. Weshalb er auf diese Kombination gekommen sei? «Wichtig war mir, dass alles kompakt am Dreipunkt transportiert werden kann und rasch aufgestellt ist. In 15 Minuten nach Ankunft bin ich einsatzbereit», argumentiert er.

Die Anschaffung kostete ihn nicht  nur eine Stange Geld, sondern auch eine tüchtige Portion Mut. Denn der Bauernsohn Simon Lüthi war erst 22, als er das Geschäft startete. Da sein Vater keinen eigenen Betrieb mehr hat, konnte er sich bei seinem Onkel im Eggelried einmieten, wo er die Gerätschaften einstellen kann und eigenes Brennholz lagert.

Stückholz hat Zukunft

Viele Bauern im Emmental seien auch Waldbesitzer und betreiben im Haus eine Holzfeuerung. «Aber sie haben immer weniger Zeit, ihr Brennholz zu rüsten. Viele möchten diese Arbeit rationeller und schneller erledigen. Das kann ich bieten. Wenns gut läuft, liegen 50 Ster pro Tag drin.» Sicher habe Stückholz Zukunft. Auf vielen Bauernhöfen seien solche Anlagen in Betrieb. 

Simon Lüthi arbeitet 80 Prozent als Schreiner. Sind das nicht Gegensätze? Lüthi lacht: «Ja schon, als Möbelschreiner arbeite ich im Zehntelmillimeterbereich, hier kommt es auf den Zentimeter an. Aber ich war immer fasziniert  von Traktoren. So einen wollte ich schon immer.» So ist er mit seinem Gespann mittlerweile über das Emmental hinaus anzutreffen. 

Infos: Ein kleiner Schubs, und der Stamm liegt bereit im Einzug. Doch die Säge will irgendwie nicht. «Demoeffekt, typisch», sagt Simon Lüthi, packt den Schraubschlüssel und wechselt das Schwert aus. Nun gehts wie geschmiert. Er postiert sich lässig neben dem Ungetüm und zieht am Joystick. Erstaunlich leise setzt sich der  4-Meter-Trämel in Bewegung.

Das Sägeblatt schneidet einen ersten Rugel ab. «Das kann ich einstellen zwischen 25 und 50 cm Länge», gibt der Jungunternehmer zu verstehen. Dann knackt es, und 8 Stückholzklötze erscheinen unten am Einlass zum Förderband. «Der drückt mit 25 Tonnen – egal ob astig oder gerade gewachsen – alles durch.» Ob trocken oder nass spiele grundsätzlich keine Rolle. «Aber waldfrisches Buchenholz wie dieses hier geht schon am besten», gibt er zu verstehen. In kurzer Zeit läuft das Förderband voll mit Holzklötzen, die im Kipper, in Paloxen, Big Bags oder einfach auf dem Boden landen. 30 Grad könne er dieses schwenken, und durch die feinen Metallstäbe fallen die zu schmalen Splitter.

In 15 Minuten bereit

Tajfun 480 RCA heisst die Modellbezeichnung des slowenischen Herstellers, der sich auch als Spezialist für Seilwinden einen Namen gemacht hat. 480 steht für eine Stammdicke von 48 cm. «Wenn ich dickere Stämme vorher spalte, bringe ich Hälften von 60 cm durch», so der Jungunternehmer. Angetrieben wird das Gerät mit einem 120-PS-New-Holland-Traktor. Weshalb er auf diese Kombination gekommen sei? «Wichtig war mir, dass alles kompakt am Dreipunkt transportiert werden kann und rasch aufgestellt ist. In 15 Minuten nach Ankunft bin ich einsatzbereit», argumentiert er.

Die Anschaffung kostete ihn nicht  nur eine Stange Geld, sondern auch eine tüchtige Portion Mut. Denn der Bauernsohn Simon Lüthi war erst 22, als er das Geschäft startete. Da sein Vater keinen eigenen Betrieb mehr hat, konnte er sich bei seinem Onkel im Eggelried einmieten, wo er die Gerätschaften einstellen kann und eigenes Brennholz lagert.

Stückholz hat Zukunft

Viele Bauern im Emmental seien auch Waldbesitzer und betreiben im Haus eine Holzfeuerung. «Aber sie haben immer weniger Zeit, ihr Brennholz zu rüsten. Viele möchten diese Arbeit rationeller und schneller erledigen. Das kann ich bieten. Wenns gut läuft, liegen 50 Ster pro Tag drin.» Sicher habe Stückholz Zukunft. Auf vielen Bauernhöfen seien solche Anlagen in Betrieb. 

Simon Lüthi arbeitet 80 Prozent als Schreiner. Sind das nicht Gegensätze? Lüthi lacht: «Ja schon, als Möbelschreiner arbeite ich im Zehntelmillimeterbereich, hier kommt es auf den Zentimeter an. Aber ich war immer fasziniert  von Traktoren. So einen wollte ich schon immer.» So ist er mit seinem Gespann mittlerweile über das Emmental hinaus anzutreffen. 

Infos: www.luethi-brennholz.ch

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