23.04.2018 11:50
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
Bern
Mehr Sturmholz als angenommen
Die Winterstürme von vergangenem Januar haben in den Berner Wäldern zu mehr Schäden geführt als angenommen. Die Winterstürme insgesamt rund 470‘000 Kubikmeter Holz geworfen, 70'000 Kubik mehr als zuerst geschätzt.

Die ersten Schätzungen vom Januar 2018 lagen bei 400‘000 Kubikmetern. Wie die Volkswirtschaftsdirektion des Kanton Bern mitteilt, sind die Aufräumarbeiten in tieferen Lagen bereits weit fortgeschritten. Allerdings signalisiere der Holzmarkt inzwischen eine gewisse Sättigung, heisst es weiter.

Der Verband der Berner Waldbesitzer BWB und das Amt für Wald empfehlen deshalb den Waldbesitzenden, alle ordentlichen Holzschläge weiterhin zurückzustellen. Geworfene Bäume, die noch Wurzelkontakt haben, werden am besten vorläufig im Wald gelassen und dadurch für eine spätere Nutzung aufgehoben.

Im Januar fegten gleich mehrere Winterstürme über die Schweiz. Den Auftakt machte Sturm «Burglind», gefolgt von «Evi» und «Friederike». Mit Böenspitzen bis zu 200 km/h fegte der Wind über das Land. Im Mittelland wurden Windspitzen zwischen 120 und 140 km/h gemessen. Zu viel für viele Bäume – zehntausende Bäume wurden zu Boden geworfen.

In der Schweiz fielen dem Sturm nicht weniger als 1.3 Millionen Kubikmeter Holz zum Opfer. Zum Vergleich: 2016 waren im Schweizer Wald knapp fünf Millionen Kubikmeter Holz geerntet worden. Nach »Lothar« waren 13 Millionen Kubikmeter Holz angefallen. 

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