18.10.2019 07:02
Quelle: schweizerbauer.ch - lid
Wald
Lokal essen im Wald
Im Rahmen von Bergwald-Projektwochen arbeiten Schülerinnen und Schüler der Oberstufe eine Woche an der frischen Luft. Wird die Projektwoche mit dem Angebot Regi&Na ergänzt, stillen die Jugendlichen ihren Hunger mit regionalen Nahrungsmitteln.

Wege ausbessern, Jungwald pflegen, Wildschutzzäune errichten oder mit Axt und Säge Bäume fällen: eine Woche lang packen Jugendliche ab der 8. Klasse und von Mittelschulen bei Bergwald-Projektwochen im Wald mit an. Sie werden dabei von pädagogisch geschulten Forstfachleuten geführt und sollen durch das eigene Wirken konkret lernen, was nachhaltige Entwicklung und Naturschutz bedeuten.

Als sinnvolle Ergänzung zu ihren Waldprojektwochen, die es bereits seit 1995 gibt, lancierte die Stiftung Bildungswerkstatt Bergwald 2011 das Projekt Regi&Na. Ziel ist eine erlebnisnahe Thematisierung von regionaler und nachhaltiger Ernährung. Nicht nur die Jugendlichen, auch die Lagerleitenden und das Küchenteam werden für die Bedeutung des Themas sensibilisiert. "Es ist uns wichtig, dass ein Bewusstseinsprozess stattfindet und zwar ausgehend von dem Punkt an dem die Verantwortliche Person für die Küche steht", sagt Kaspar Zürcher, Geschäftsleiter der Bildungswerkstatt.

Lokal einkaufen sei nicht überall in gleichem Umfang möglich, aber es gehe darum, sich mit der Thematik auseinanderzusetzen, fügt Zürcher an. Die meisten Bergwald-Projekt-Klassen nutzen laut Zürcher das Zusatzangebot Regi&Na, nicht zuletzt wegen dem attraktiven finanziellen Zustupf. Das erweiterte Angebot Regi&Na Plus bringt die Jugendlichen sogar in die Küche: jeweils eine Kleingruppe bleibt einen Tag im Lagerhaus und bereitet für die Schulkameraden die Mahlzeiten vor. So ist eine praktische Auseinandersetzung mit dem Thema Ernährung möglich.

Kleiner Mehraufwand mit grosser Wirkung

Christine Nussbaumer, Küchenchefin einer Bergwald-Projektwoche in Weggis LU erzählt, dass sie die Teilnahme an Regi&Na lohnend findet. "Der Mehraufwand für mich ist relativ klein, ich koche typische Lager-Menüs aber achte darauf, regionale Zutaten zu verwenden", so die Köchin. Ihr ist wichtig, dass sich die Kinder nach einem langen Arbeitstag auf ein leckeres Abendessen freuen können. Die von der Bildungswerkstatt bereitgestellte Liste mit lokalen Produzenten hilft Nussbaumer bei der Wahl der geeigneten Produkte.

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