21.03.2014 16:36
Quelle: schweizerbauer.ch - Susanne Meier
Tag des Waldes
Holz: Pro Jahr 10 Mio. Kubikmeter mehr
Heute ist der Internationale Tag des Waldes. Im Fokus steht nicht nur der Wald als Erholungsraum für die Bevölkerung und wichtiges Ökosystem, sondern auch das daraus geschlagene Holz als hochwertiger Baustoff.

Der Internationale Tag des Waldes vom Freitag, 21. März, steht dieses Jahr unter dem Motto «Darum Schweizer Holz». Das aus gutem Grund. Wie Lignum, die Dachorganisation der Schweizer Wald- und Holzwirtschaft, betont, bevorzugen nämlich immer mehr Menschen nicht nur bei Lebensmitteln Regionales aus nachhaltiger Produktion. Auch im Bauwesen steigt die Nachfrage nach Holz aus der Region. 

Überzeugende Bauten

Dieses ist aus Umweltsicht ein Premium-Produkt: Die Schweizer Waldbesitzer bewirtschaften ihre Wälder im internationalen Vergleich auf ökologisch höchstem Niveau. Mehr als die halbe Waldfläche des Landes trägt ein Ökozertifikat. Aus der zertifizierten Fläche stammen etwa 70 Prozent des genutzten Holzes.

Dass sich mit Schweizer Holz nicht nur Einfamilienhäuser erstellen lassen, weisen viele grosse Bauten nach, die in den letzten Jahren mit dem «Herkunftszeichen Schweizer Holz» ausgezeichnet wurden: etwa das Salzlager der Rheinsalinen, Hallen für Industrie und Gewerbe, aber auch Bürobauten oder Mehrfamilienhäuser.

Es wäre mehr möglich

Bauen mit Holz ist seit 2005 in der Schweiz bis zu sechs Geschossen möglich. Unser Holzbauanteil liegt jedoch erst bei zirka 15 Prozent.   Österreich weist einen Holzbau-Marktanteil von rund 30 Prozent  auf.

Verbautes Holz fixiert Kohlendioxid aus der Atmosphäre für Jahrzehnte oder gar Jahrhunderte. Im Schweizer Gebäudepark lagern heute netto rund 45 Mio. Tonnen CO2 – das entspricht etwa den Schweizer Emissionen eines ganzen Jahres. Jede Tonne Holz, die zusätzlich verbaut wird, erspart dem Klima grob gerechnet eine Tonne CO2. Die Herstellung der meisten Holzbauprodukte braucht deutlich weniger Energie als die Produktion anderer Baustoffe.

Noch viel Vorrat

Wald bedeckt heute über 30 Prozent der Landesfläche, im Jura und im Tessin sind es 40 Prozent  oder mehr. Der Zustand des Waldes als  Ökosystem ist insgesamt gut. Das belegt der Waldbericht 2005.  Die Schweiz hat mit rund 360m3/ha Wald die höchsten Holzvorräte Europas.

Jedes Jahr wachsen im Schweizer Wald gegen 10 Mio. m3 Holz dazu. Das heisst: Pro Sekunde wächst ein Würfel mit fast 70cm Kantenlänge nach. Beim Rohstoff Holz ist die Schweiz deshalb noch weit von der Ausschöpfung des Potenzials entfernt. Die Holznutzung liegt im langjährigen Mittel bei etwa 5 Mio. m3. Eine zunehmende Holznutzung gefährdet den Wald deshalb nicht.

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