17.04.2017 15:44
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Dänemark
Hagebutte wird bekämpft
Um die einheimische Flora und Fauna zu schützen, hat das dänische Landwirtschaftsministerium für weitere 18 invasive Arten ein Einfuhr- und Verkaufsverbot erlassen. Der Hagebutte wird der Kampf angesagt.

Den Ressortangaben zufolge betrifft dies exotische Tiere wie den Galizischen Sumpfkrebs, aber auch inzwischen weit verbreitete Eindringlinge wie den Waschbär und die Bisamratte. Zu den unerwünschten Pflanzenarten zählen in Dänemark nun beispielsweise der Riesenbärenklau, das aus Neuseeland stammende Nadelkraut, aber mit Hagebutten auch eine „Allerweltspflanze“, die bereits im 18. Jahrhundert nach Dänemark eingeführt wurde.

Gerade die ist aber nach Darstellung des Landwirtschaftsministeriums dabei, ursprüngliche Arten zu ersetzen und an den Rand des Aussterbens zu drängen. Insbesondere in den dänischen Dünenlandschaften soll sich die Hagebutte in den letzten Jahren massiv vermehrt haben, weshalb die Regierung jetzt zum Schutz heimischer Pflanzen die Notbremse zieht. Laut Landwirtschaftsminister Esben Lunde Larsen soll das Verkehrsverbot die Gemeinden bei der Bekämpfung der Hagebutte unterstützen.

So sei gewährleistet, dass nicht immer neue Exemplare der unerwünschten Pflanzenart in den Naturhaushalt gelangen könnten. Der jetzt vorgestellte Aktionsplan ergänzt nach Angaben von Lunde Larsen ein bereits im August 2016 erlassenes Verbot für insgesamt 37 andere invasive Tier- und Pflanzenarten. Dazu kommen konkrete Kontroll- und Tilgungspläne sowie Massnahmen zur internationalen Zusammenarbeit für den Erhalt der heimischen Artenvielfalt.

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