17.11.2017 12:51
Quelle: schweizerbauer.ch - lid
Bern
Kleine Traubenernte in Bern
Die Traubenernte im Kanton Bern liegt wegen Frost, Hagel und Trockenheit 17 Prozent unter dem zehnjährigen Mittel. Dafür ist der Zuckergehalt der Trauben überdurchschnittlich gut.

Rund 1'425 Tonnen Trauben haben die Berner Winzer heuer geerntet. Das sind 28 Prozent weniger als im Vorjahr, teilt der Kanton Bern mit. Das Weinjahr 2017 sei geprägt durch die Frostnächte Ende April, welche insbesondere den Reben in der Region Thunersee zugesetzt hätten. Leichte Frostschäden habe es auch in einigen oberen Lagen am Bielersee gegeben.

Der grösste Teil der Trauben (1’366 Tonnen) wurde in der Region Bielersee geerntet. Am Thunersee waren es aufgrund der Frostschäden lediglich knapp 44 Tonnen. Das ist nur ein Drittel einer Normalernte und damit die schwächste Ernte seit Jahren. In normalen Jahren werden am Thunersee ca. 140 Tonnen geerntet.

Keine Schäden aufgrund trockenem, warmem Sommer

Positiv wirkte sich das trockene und warme Wetter im Sommer und Spätherbst aus: Dadurch habe es keine Schäden durch Krankheiten gegeben, heisst es weiter. Auch die Schäden durch die Kirschessigfliege blieben in diesem Jahr gering – dies dank Präventionsmassnahmen und einem Überwachungssystem.

Die Ernte war witterungsbedingt sehr früh: Die ersten Trauben wurden schon Ende August geerntet, die letzten Anfang Oktober. Die Trauben wiesen dank der guten Witterung eine ausgezeichnete Qualität und überdurchschnittlich hohe Zuckergehalte aus, heisst es in der Mitteilung. Bei der Weinlesekontrolle und Selbstkontrolle habe es keine nennenswerten Beanstandungen gegeben. Das Potenzial für einen sehr guten Weinjahrgang sei vorhanden.


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