15.12.2014 14:32
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Graubünden
GR: Rotwein mit guter Qualität
Die Bündner Weinernte 2014 ist durchzogen ausgefallen. Schlechtes Wetter, die Stiellähme und die Kirschessigfliege drückten auf die Quantität. Qualitativ resultierte mit 97 Grad Oechsle bei der wichtigsten Sorte Blauburgunder ein überraschend hoher natürlicher Zuckergehalt.

Die diesjährige Weinernte beträgt 22'260 Hektoliter und entspricht dem zehnjährigen Mittel, wie Weinbau-Fachstelle des Kantons am Montag mitteilte. Abgefüllt ergibt die Menge drei Millionen Weinflaschen mit einem Inhalt von 7,5 Deziliter.

Der Ertrag liege 10 bis 20 Prozent unter den Erwartungen, schrieb die Fachstelle. Vor allem der Stiellähmebefall der Trauben habe einen Ausfall verursacht. Bei der Stiellähme handelt es sich um eine Unterversorgung der Trauben mit Nährstoffen. Der Blauburgunder, Graubündens wichtigste Rebsorte, erreichte einen natürlichen Zuckergehalt von 97 Grad Oechsle. Für die gute Qualität beim Roten gibt es den Fachleuten zufolge zwei Gründe: die konsequente Mengenbegrenzung einerseits und andererseits die akribische Arbeit der Rebleute.

Für Unruhe unter den Winzern hat offenbar die Kirschessigfliege gesorgt. Die «Drosophila suzukii» stammt ursprünglich aus Asien und tauchte erstmals 2011 in Graubünden auf. Der Ernteausfall wegen der Kirschessigfliege habe sich zwar in Grenzen gehalten, aber der Aufwand beim Sortieren der Trauben sei teilweise enorm gewesen, hiess es.

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