14.12.2015 11:53
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
Äpfel
Gala und Braeburn auf dem Vormarsch
In den letzten Jahren gab es grosse Verschiebungen zwischen den Erntemengen verschiedener Apfelsorten. Gala und Braeburn legen massiv zu. Dies geht vor allem zu Lasten der Sorten Golden und Idared.

Die Verschiebungen bei den Apfelsorten in der Schweiz sind frappant. Die geht aus dem jüngsten Marktbericht Früchte und Gemüse des Bundesamts für Landwirtschaft (BLW) hervor. Verglichen wurden die Perioden 2001 bis 2004 mit jener von 2011 bis 2014. Diese gesamte Erntemenge hat zwischen 2011-2014 um rund 9000 Tonnen respektive 7 Prozent auf 142‘829 Tonnen zugenommen. Die Fläche der Apfelkulturen sank von 2000 bis 2014 um 918 ha (-19%) auf 3894 ha.

Als grosse Gewinner gehen die Sorten Gala und Braeburn hervor. Der Gala hat ist die neue Nummer 1 und hat den Golden auf Rang 2 verdrängt. Lag die durchschnittliche jährliche Erntemenge von Gala-Äpfeln von 2001-04 noch bei 15‘845 t, stieg sie von 2011-14 auf 33‘493 t. Sie hat sich also mehr als verdoppelt.  Über 23 Prozent der in der Schweiz geernteten Äpfel fallen auf die Sorte Gala.

Der zweite Gewinner ist der Braeburn, die durchschnittlichen Erntemengen stiegen von 2‘597 auf 13‘087 Tonnen. Die Erntemenge von Braeburn-Äpfeln hat sich im selben Zeitraum damit sogar verfünffacht. 9 Prozent der geernteten Äpfel entfallen damit auf die Sorte Braeburn.

Das Wachstum von Gala und Braeburn geht vor allem auf Kosten der Golden-Äpfel. Die durchschnittliche Erntemenge sank um 16‘181 t auf 26‘689 Tonnen. Das entspricht einem Minus von 38%. Damit entfallen knapp 19 Prozent der Schweizer Apfelernte auf die Sorte Golden. Auch Idared und Maigold verzeichneten grosse Rückgänge von 7‘354 t (-60%) respektive 6‘812 t (-64%). 

Die BLW-Experten haben auch das Preisgefüge analysiert. Die Entwicklung des Detailhandelspreises (ohne Discounter) beim Golden-Apfel ist eindeutig. 2001-04 im Detailhandel ein Kilo durchschnittlich 3.72 CHF/kg. 10 Jahre später lag der Preis mit 3.26 CHF/kg um 12 Prozent tiefer. Dieselbe Preistendenz zeigt sich auch beim Gala-Apfel.

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