17.02.2014 14:01
Quelle: schweizerbauer.ch - Jonas Ingold und Michael Wahl, lid
Randen
Der purpurne «Immunstärker»
Die Rande sticht durch ihre purpurne Farbe hervor. Doch sie weiss auch durch ihren Geschmack auf sich aufmerksam zu machen.

Charakteristisch für die Rande ist ihr purpurrotes Fruchtfleisch. Grund dafür ist der Farbstoff Betanin. Besonders beliebt ist der Randensaft bei der Lebensmittelindustrie, die ihn als natürlichen Farbstoff etwa bei der Herstellung von Himbeer- und Erdbeerjoghurt einsetzt. Was weniger bekannt ist: Es existieren auch Randensorten mit weissem oder gelbem Fruchtfleisch. Geschmacklich unterscheiden sie sich indes nur wenig.

Schön bei Römern geschätzt

Ursprünglich stammt die Rande aus dem Mittelmeerraum. Griechen, Römer und Ägypter schätzten sie sowohl als Gemüse- als auch als Heilpflanze. Im Mittelalter erfolgte der erste Anbau in der Schweiz. Die heutigen Speiserandensorten sind aber erst im 19. und 20. Jahrhundert entstanden.

Die rundliche, erdig bis leicht säuerlich schmeckende und mit der Zuckerrübe verwandte Wurzelknolle hat es in sich: Sie enthält hohe Mengen an Kalium, Natrium, Phosphor, Magnesium und Eisen. Reich ist die zu den Gänsefussgewächsen gehörende Rande auch an Vitaminen und Folsäure. Letztere hilft bei der Zellteilung und stärkt die Herzkranzgefässe. Aufgrund der vielen gesunden Inhaltsstoffe verwundert es wenig, dass die Rande das Immunsystem stärkt, was gerade in der kalten Winterzeit von grosser Bedeutung ist. Ferner senkt sie den Blutdruck, regt den Appetit an und fördert die Verdauung.

Tipp

Weil Randen gut lagerfähig sind, können problemlos auch grosse Mengen eingekauft werden. Es empfiehlt sich, die Knollen in einem trockenen und kühlen Raum aufzubewahren. Randen eignen sich aber auch zum Einfrieren. In diesem Fall ist es ratsam, die Randen zuvor kurz in Salzwasser zu kochen.

Das ganze Jahr Saison

Randen sind trockenheitsresistente und anspruchslose Pflanzen, die zwischen April und Juni ausgesät und von August bis November geerntet werden. In den Verkaufsregalen sind Randen aus Schweizer Produktion aber das ganze Jahr verfügbar. Möglich macht dies moderne Lagertechnik.

Randen sind in der Küche vielseitig verwendbar: Sie können roh, gegart oder gekocht, als Salat, Eintopf, Suppe, in Essig eingelegt oder als Beilage zu Fleisch und Fisch genossen werden. Bekömmlich ist zudem auch Randensaft.

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