24.05.2014 09:50
Quelle: schweizerbauer.ch - Jonas Ingold, lid
Gemüse
Der grüne Südlander
Der Broccoli ist aus der Schweizer Gemüseküche kaum mehr wegzudenken. Und auch für die Gemüseproduzenten ist er bedeutend: Fast 6'000 Tonnen wurden letztes Jahr im Inland produziert.

Der aus Kleinasien stammende Broccoli war in Europa zunächst – wie es der Name schon vermuten lässt – in Italien bekannt. Broccoli heisst denn auch auf Italienisch Kohlsprossen. Auch wenn das mit dem Blumenkohl verwandte Gemüse mittlerweile weit über das Mittelmeer hinaus verbreitet ist, finden sich in Italien nach wie vor bedeutende Anbaugebiete.

480 ha Schweizer Broccoli

Auch in der Schweiz, wo die Saison ungefähr von Mai bis November dauert, hat sich der Broccoli im Anbau etabliert: 2013 wurde er auf über 480 Hektar angebaut, was ihn in der Rangliste der Freilandgemüse auf Rang 8 brachte, noch vor dem Blumenkohl. Geerntet werden konnten in der Schweiz 5'605 Tonnen, weitere 9'143 Tonnen wurden importiert.

Nicht zu stark würzen

Broccoli passt bestens zu vielen verschiedenen Gerichten, etwa Kalb, Schwein oder Geflügel. Auch für Suppen oder einen Auflauf kann er verwendet geeignet. Der Broccoli sollte nicht zu stark gewürzt werden, weil dann sein eigener, eher feiner Geschmack überdeckt wird. Gut mit Broccoli vertragen sich Knoblauch und Muskatnuss. In Italien wird er traditionell mit Knoblauch und Olivenöl zubereitet.

Gegessen werden kann beim Broccoli praktisch alles: Ob Stängel, Blätter oder Rösschen – es schmeckt das ganze Gemüse. Besonders zu empfehlen sind wegen der hohen Menge an Carotin die Blätter. Ebenfalls bestens schmecken die Broccoli-Sprossen, die gut zu Salat oder auf ein Sandwich passen. Sie enthalten ausserdem ebenfalls viel Carotin sowie Vitamin C und Mineralstoffe.

Tipp

Broccoli hält sich nicht besonders lange, weshalb er am besten so rasch als möglich konsumiert wird. Mit Frischhaltefolie im Gemüsefach des Kühlschrankes gelagert, kann man ihn zwischen zwei und fünf Tage aufbewahren. Broccoli ist lichtempfindlich und neigt dazu, gelb zu werden, was sich negativ auf seinen Geschmack auswirkt.

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