1.05.2019 13:59
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Bundesrat
Pflanzenkrankheiten stärker bekämpfen
Der Bundesrat hat am Mittwoch zusätzliche personelle Ressourcen für die Bekämpfung von Pflanzenkrankheiten und Schädlingen bewilligt. Der grösste Teil wird über Gebühren finanziert. Der Bundesrat hat gleichzeitig das Gebührensystem angepasst.

Mit den neuen Regeln würden ab 2020 jährlich Mehreinnahmen von rund 1,2 Millionen Franken generiert, schreibt das Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF).

Vergangenen Herbst hatte der Bundesrat eine neue Verordnung verabschiedet mit dem Ziel, Pflanzenkrankheiten und -schädlinge besser bekämpfen zu können. Mit den Entscheiden vom Mittwoch soll diese nun umgesetzt werden. Pflanzenkrankheiten und -schädlinge könnten schwere Einbussen in der landwirtschaftlichen Produktion verursachen, wenn ungenügend reagiert werde, schreibt das WBF. Auch der Wald als Lebensraum, Ressource und natürlicher Schutz könne gefährdet sein, wenn Befälle zu spät entdeckt würden.

Vorgesehen sind mit den zusätzlichen Stellen intensivere Einfuhrkontrollen und eine stärkere Überwachung der Pflanzenproduktion und des Handels. Damit könne der Einschleppung neuer Krankheitserreger und Schädlinge künftig besser vorgebeugt und die von solchen Schadorganismen verursachten Befallsherde früher erkannt werden, schreibt der Bundesrat.

Dies sei auch notwendig, um das sektorale Abkommen zur Pflanzengesundheit im Rahmen des Agrarabkommens mit der EU einzuhalten, hält das WBF fest. Die EU hatte bereits 2016 eine neue Pflanzengesundheitsverordnung erlassen.

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