11.04.2017 11:46
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Weinbau
Neue Düse für geringeren Abdrift
Ein neues Applikationsverfahren auf Grundlage einer ITR-Düse soll die Abdrift von Pflanzenschutzmitteln im Weinbau auf ein Minimum reduzieren. Wie der Pflanzenschutzmittel- und Saatguthersteller Syngenta am vergangenen Donnerstag mitteilte, wird damit der Einsatz spezieller Insektizide gegen die Kirschessigfliege bei gleichzeitig maximaler Schonung von Nützlingen ermöglicht.

Nach einem aufwendigen Versuchsprogramm sei die ITR-Düse „80-01 C“ jetzt in das aktuelle Verzeichnis verlustmindernder Geräte des Julius-Kühn-Instituts (JKI) aufgenommen worden. Winzer könnten somit durch einen einfachen Düsenwechsel Insektizide in Traubenzonen im Weinbau anwenden und dabei die Abdriftminderungsklasse 95% einhalten.

Entwickelt wurde das Verfahren laut Syngenta gemeinsam mit der Lechler GmbH. Bei der Düse handele es sich um eine Injektor Hohlkegeldüse, die ein Tropfenspektrum von extrem grob bis grob erzeuge und äusserst abdriftarm arbeite. Laut dem Leiter Applikationstechnik Zentraleuropa bei Syngenta, Jens Luckhard, zielen die Unternehmen bei der Entwicklung vor allem auf die praxistaugliche Bekämpfung der Kirschessigfliege im Weinbau ab.

Die Reduzierung der Abdrift ermögliche nun die Zulassung bestimmter Insektizide, die bisher so nicht möglich gewesen sei.

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