21.08.2017 18:15
Quelle: schweizerbauer.ch - blu/lid
Initiative
70'000 für Trinkwasser-Initiative
Die Initianten der Trinkwasser-Initiative haben in fünf Monaten bereits 70'000 Unterschriften gesammelt.

Direktzahlungen soll es für Landwirte nur noch geben, wenn sie

- pestizidfrei produzieren,
- nicht mehr Tiere halten, als sie mit ihrem Betrieb selbst ernähren können,
- Antibiotika nicht prophylaktisch einsetzen.

Das fordert die vor fünf Monaten lancierte Volksinitiative "Für sauberes Trinkwasser und gesunde Nahrung". Man sei auf der Zielgeraden, melden die Initianten. Man habe bereits 70'000 Unterschriften gesammelt. Mit der Initiative, die unter anderem von Greenpeace unterstützt wird, soll eine nachhaltige Landwirtschaft gefördert werden, heisst es in einer Mitteilung.

Die Initianten beklagen hohe Futtermittelimporte, eine zunehmend bodenunabhängige Tierproduktion, die nicht ohne präventiven Antibiotikaeinsatz auskomme sowie einen hohen Pestizideinsatz. Kaum ein anderes Land versprühe in der Landwirtschaft so viele Pestizide wie die Schweiz, betonen die Initianten. Der übermässige Pestizideinsatz schädige Wasserlebewesen, Insekten und die Bodenfauna. Die Gifte und ihre unzähligen Abbauprodukte würden im Boden, in den Gewässern, im Trinkwasser und in unseren Lebensmitteln landen. 

Mit der Trinkwasserinitiative würden Bauernfamilien, die "tatsächlich" nachhaltig wirtschaften, endlich die notwendige Unterstützung erhalten, schreiben die Initianten. "Schweizer Bio- und IP-Bauernbetriebe zeigen seit Jahren, dass mit deutlich weniger Pestiziden und Kunstdünger produziert werden kann", heisst es weiter. Zudem würden immer Tierzüchter vermehrt auf Gras statt auf importiertes Kraftfutter ssetzen. "Studien zeigen, dass diese Betriebe wirtschaftlich meist deutlich besser dastehen als mit teuren Futterzukäufen und hohen Tierarztkosten produzierende Intensivbetriebe", heben die Initianten hervor. 

Die Initiative ist nicht gegen die Bauern, sondern für eine nachhaltige, wirtschaftlich effiziente Nahrungsmittelproduktion und eine tatsächliche Ernährungssicherheit, betonen die Initianten.

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