4.06.2019 16:56
Quelle: schweizerbauer.ch - lid
Umwelt
SBV ruft zu Wirkstoff-Verzicht auf
Der Schweizer Bauernverband fordert die Landwirtschaftsbetriebe dazu auf, den Einsatz von Bentazon, Chloridazon, Fluopicolid und S-Metolachlor zu vermeiden.

Speziell in der Grundwasserschutzzone 3 sollen die Mittel gar nicht mehr eingesetzt werden, schreibt der SBV in einer Medienmitteilung. Aktuell hielten 98 Prozent der Grundwasserfassstellen den extrem tiefen Anforderungswert von 0.0000001g/l ein.

Laut dem Schweizer Bauernverband (SBV) zeigen die Analysen der nationalen Grundwasserbeobachtung (Naqua), dass meist die 4 gleichen Wirkstoffe in den Proben gefunden werden: Bentazon, Chloridazon, Fluopicolid und S-Metolachlor. Diese kommen im Ackerbau, vor allem bei Mais, Kartoffeln, Zuckerrüben oder Verarbeitungsgemüse, zum Einsatz. 

Ein Vorbild

Während der Einsatz der Wirkstoffe in den Grundwassersschutzzonen 1 und 2 verboten ist, will der SBV nun einen Schritt weiter gehen. Er fordert die Bäuerinnen und Bauern dazu auf, die Wirkstoffe grundsätzlich nicht mehr einzusetzen und in jedem Fall nicht mehr in der Grundwasserschutzzone 3 einzusetzen.

Die Landwirtschaft zeige damit, dass sie sich ihrer Verantwortung bewusst sei und an stetigen Verbesserungen arbeite, so der Bauernverband. Sie können auch als Vorbild dienen, denn im Grundwasser fänden sich auch viele Spuren aus Industrie, Haushalt und von Arzneimitteln, bei denen es keine Grenzwerte gebe.

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