13.08.2015 17:11
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
Bern
Mit Online-Börse gegen Futtermangel
Die Trockenheit setzt der Landwirtschaft zu. Das Gras wächst in vielen Regionen nicht mehr. Im Kanton Bern soll die Futterbörse betroffenen Betrieben helfen. Die Idee stammte von einem Landwirt aus dem Emmental.

In vielen Regionen der Schweiz ist es immer noch viel zu trocken. Teilweise hat es seit Juni nicht mehr geregnet oder nur sehr kleine Mengen. Einige Bauern konnten ihre Kulturen bewässern. Für Wiesen kommt dies nicht in Frage, das Bewässern wäre zu teuer. Deshalb müssen einzelne Bauern bereits jetzt Futter, das für den Winter vorgesehen ist, zufüttern oder müssen gar Heu zukaufen.

Es gibt aber Betriebe, die nicht oder weniger von der Trockenheit betroffen sind. Die Futterbörse des Berner Bauernverbandes soll Abhilfe schaffen. Unter www.bernerbauern.ch/futterboerse können ab sofort Bauernbetriebe die über eine bessere Futtersituation verfügen, ihre Angebote platzieren. Wer Futter braucht, kann an derselben Stelle die Angebote studieren und direkt mit dem Anbieter Kontakt aufnehmen.

Das Ziel ist es, die Wege für den Futtertransport möglichst kurz zu halten. Zudem soll die gegenseitige Hilfe und Unterstützung in den Regionen ermöglicht werden. Alle Mitglieder vom Berner Bauern Verband können ihre Futterangebote gratis eingeben. Für Nicht-Mitglieder wird eine Gebühr erhoben. Die Idee einer Futterbörse stammt von der Familie Hirschi aus Eggiwil aus dem Emmental.

Hirschis Futterernte fällt in diesem Jahr um die Hälfte geringer aus. Sie müssen deshalb Heu zukaufen. Dieses möchten sie aber womöglich aus der Region kaufen, um ihre Kühe, Kälber und Milchziegen zu füttern. Deshalb suchen auch sie auf der Onlinebörse nach Winterfutter.

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