23.04.2019 08:05
Quelle: schweizerbauer.ch - Susanne Meier
Futterernte
Heutrocknung auf Abruf
Bei feucht eingeführtem Heu, einer Regenperiode nach dem Heuet oder einer verregneten Getreideernte wäre manch einer froh um eine Warmluft-Belüftung. Dieser Wunsch kann nun in Erfüllung gehen. Ein Anruf genügt.

Auf vielen Betrieben ist der Heustock mit einer Belüftung ausgestattet. Diese bläst oft kalte oder unter dem Dach nur leicht erwärmte Luft ins Heu. Bei zu wenig trocken eingeführtem Dürrfutter oder langen Nässeperioden nach dem Heuen und Emden reicht das nicht, um Schimmel und Futterqualitätseinbussen zu vermeiden.

Bessere Lagerfähigkeit

Abhilfe will hier die Firma «Mobil in Time» aus Diessenhofen TG schaffen – mit mobilen Warmluftheizungen zur Trocknung von Heu, Mais und Getreide. Betrieben werden diese mit Holzpellets oder mit Öl. «Landwirte müssen einen Weg für eine effiziente Trocknung ihrer Futtermittel finden», erklärt Sara Stamm von Mobil in Time. «Je besser das Heu getrocknet wird, desto besser ist die Lagerfähigkeit und die Futterqualität. So kann Kraftfutter reduziert werden.»

Wie beim Heu ist die Lagerfähigkeit auch bei Mais und Getreide nur gegeben, wenn diese vollständig trocken sind. Sonst droht Schimmel – und Pilzgifte beeinflussen die Leistung und Fruchtbarkeit der Tiere negativ. Deshalb lohnt es sich, bei Bedarf eine mobile Heizung zu mieten. Pelletheizungen haben einen Luftvolumenstrom von 10500 bis 14600 m3/h und Wärmeleistungen von 50 bis 170 kW, die Öl-Warmluftheizung einen Luftvolumenstrom zwischen 4920 und 24000 m3/h und eine Wärmeleistung von 62 bis 350 kW.  

Nicht viel Vorlaufzeit

Dank unterschiedlicher Grösse und Leistungen der Anlagen können kleine und grosse Heustöcke oder Getreidesilos beheizt werden. Ein Projektleiter klärt bei einem Besuch vor Ort ab, welche Heizung sich am besten eignet. «Die Heizungen können von wenigen Tagen bis zu einer ganzen Saison gemietet werden», so Stamm. Die Mietpreise hängen nebst von der Grösse und Art der Heizung von der Mietdauer ab. Sie bewegen sich von 450 Franken pro Woche für ein 70-kW-Modell aufwärts – ohne Transport und Montage. Je länger das Gerät im Einsatz ist, desto günstiger ist der Tarif.

Im Fall einer verregneten Heuernte braucht die Mobil in Time nicht viel Vorlaufzeit, um eine der 20 Ölheizungen und zwölf Pelletheizungen, die die Firma  anbietet, zu liefern. «Wir sind es gewohnt, kurzfristig zu reagieren», versichert Stamm. «Servicetechniker liefern die Geräte aus – dazu braucht es einen Lastwagen – und führen die Instruktion durch. Sie holen die Heizungen auch wieder ab. Und falls Probleme auftreten, bieten wir eine 24-Stunden-Hotline an.»

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