8.08.2016 07:09
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Deutschland
D: Immer mehr Mais
Immer mehr landwirtschaftliche Ackerflächen werden für den Anbau von Mais genutzt, der in Biogasanlagen für die Produktion von erneuerbarem Strom verwendet wird.

Wie die Regierung vergangenen Montag auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen mitteilte, hat sich der Flächenbedarf für die Erzeugung von Biomasse zur Stromerzeugung in den Jahren 2006 bis 2014 von etwa 450'000 ha auf rund 1,4 Mio ha erhöht. Danach habe er auf diesem Niveau stagniert.

Seien 2006 noch etwa 4% der gesamten deutschen Ackerfläche für den Anbau von Biomasse zur Stromerzeugung verwendet worden, habe der Anteil 2015 bereits bei 11,8% gelegen. Mit Bezug auf eine vom Deutschen Biomasseforschungszentrum (DBFZ) durchgeführte Befragung gab die Bundesregierung den energiebezogenen Anteil von Maissilage an den in Biogasanlagen eingesetzten, nachwachsenden Rohstoffen mit 72% an. Die installierte elektrische Leistung der Biogasanlagen habe sich seit 2006 mehr als verdoppelt und zwar von 2'010 MW auf 7'676 MW im Jahr 2015.

Die Zahl der Anlagen sei in diesem Zeitraum von 5 192 auf 13 720 gestiegen, die Bruttostromerzeugung habe sich von 14'793 GWh auf 44'225 GWh erhöht. Damit seien im Jahr 2015 rund 66 Mio t Kohlendioxid-Äquivalente vermieden worden, teilte die Bundesregierung mit. Nach ihren Angaben standen 2014 die meisten Biogasanlagen mit 2'970 Stück in Bayern, gefolgt von Niedersachsen mit 2'580 und Nordrhein-Westfalen mit 1'280 Anlagen.

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