13.08.2016 18:09
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Österreich
A: Maiswurzelbohrer auf Vormarsch
In Österreich sind in diesem Jahr alle Hauptanbaugebiete für Mais überdurchschnittlich vom Maiswurzelbohrer betroffen. Mittlerweile gibt es in den relevanten Maisanbauregionen des Landes offenbar kaum noch befallsfreie Gebiete.

Das zeigen die Ergebnisse des aktuellen Monitorings, dass die Landwirtschaftskammern in der Alpenrepublik gemeinsam mit der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) organisieren. Wie die Landwirtschaftskammer Oberösterreich am vergangenen Mittwoch  mitteilte, werden dazu Fallen aufgestellt, und der Zuflug des Käfers werde wöchentlich kontrolliert.

Anhand der Entwicklungen der Fangzahlen von Woche zu Woche sowie der absoluten Käferfänge pro Woche könneman die Populationsentwicklung abschätzen. Die Landwirtschaftskammer erinnerte die Ackerbauern daran, schon jetzt die richtige Strategie für eine Vermeidung des Befalls mit dem Maiswurzelbohrer im kommenden Jahr einzuschlagen. Mit den Entscheidungen zum Herbstanbau sollte auch die entsprechende Fruchtfolge gewählt werden.

Aus den Monitoringdaten sei zu erkennen, dass auf Flächen, wo Mais auf Mais angebaut werde, die höchsten Fangzahlen erreicht würden und somit der größte Schädlingsdruck bestehe, so die Kammer. Das sei ist wenig überraschend, aber realistischerweise müsse man davon ausgehen, dass die Möglichkeiten der chemischen oder der biologischen Bekämpfung auch weiterhin sehr eingeschränkt seien.

Deshalb sollte auf Flächen, auf denen in diesem Jahr und 2015 Mais gestanden habe, im kommenden Jahr kein Mais angebaut werde, auch wenn rechtlich in Oberösterreich der dreimalige Anbau in Folge sogar zugelassen sei. Ausnahmen gebe es unverändert für die Maissaatgutvermehrung, hob die Kammer hervor. Aber auch in der Saatmaisproduktion dürfte die Einhaltung einer geregelten Fruchtfolge unumgänglich werden.

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