26.08.2014 13:18
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Pilze
Pilze: «Champions des Hochgebirges»
Pilze mögen es gerne kalt und feucht: Im Hochgebirge ist die Vielfalt unterirdischer Pilze grösser als in tieferen Lagen, wie ein Lausanner Forscherteam herausgefunden hat. Offenbar haben auch Mikroorganismen feste, angestammte Lebensräume.

Bodenlebewesen sind für die Bodenfruchtbarkeit äusserst wichtig - doch über ihre Standortansprüche ist wenig bekannt. Das Team um Antoine Guisan vom Departement für Ökologie und Evolution der Universität Lausanne hat Bodenproben an 205 Plätzen in den Alpen gesammelt, die von der Talsohle bis zu den höchsten Gipfeln reichten und eine Höhendifferenz von 2800 Metern umfassten.

Es zeigte sich, dass die Vielfalt von Arten und Familien von unterirdischen Pilzen grösser war, je kühler und feuchter die Umgebung war. Dies berichten die Forscher in der Septemberausgabe des Fachjournals «Molecular Ecology».

Anders als bei anderen Tieren und Pflanzen nimmt die Vielfalt von Pilzen mit der Höhe also nicht ab, sondern zu, erklären die Forscher in einer Mitteilung der Uni Lausanne. «Sie sind die Champions des Hochgebirges». Die Pilze in den Alpen breiteten sich somit nicht zufällig aus, sondern hätten spezifische Lebensräume, die vom Boden, Klima und dem Pflanzenwuchs abhängen.

An der Studie waren auch das Institut für Erdoberflächen-Dynamik der Uni Lausanne, das Westschweizer Institut für Arbeitsgesundheit und die Plattform Vital-IT des Schweizerischen Instituts für Bioinformatik beteiligt.

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