30.03.2018 14:22
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Forschung
Forscher für Bodenwertbesteuerung
Eine Bodenwertbesteuerung hätte positive Folgen für den Umwelt- und Klimaschutz, würde aber auch zum Abbau sozialer Ungleichheit beitragen. So lautet das Fazit einer Studie, in der Forscher des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) die Beziehungen zwischen Landbesitz und Umwelt sowie daraus resultierende gesellschaftliche Effekte untersucht haben.

Der Hauptautor Max Franks vom PIK geht ohnehin davon aus, dass der Klimawandel Grund und Boden verteuern dürfte. Entweder werde die ungebremste globale Erwärmung durch die Treibhausgase aus fossilen Brennstoffen viel Land dem Risiko von Dürren und Überschwemmungen aussetzen oder aber es werde mehr Land für Biomasseplantagen oder Windparks genutzt. 

In beiden Fällen sei davon auszugehen, dass Land knapper und damit teurer werde, erläuterte Franks. Ungeachtet dessen plädiert er für die zusätzliche Besteuerung von Boden. Nach seiner Darstellung hätte eine Bodenwertsteuer zwei wesentliche Wirkungen: Erstens wäre damit ein Anreiz gegeben, Geld in produktives Kapital wie etwa die Industrie zu investieren, während Investitionen in Landbesitz weniger rentabel wären. 

Der Anstieg der produktiven Investitionen würde dementsprechend die Wirtschaftsleistung direkt erhöhen, so der Wissenschaftler. Zweitens würden Bodenwertsteuern zu einer effizienteren Landnutzung führen. In Kombination mit einer gleichzeitig möglichen Mehrwertsteuersenkung komme dies sowohl der Umwelt als auch der gesamten Bevölkerung zugute.

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