2.05.2016 11:20
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Forschung
Auszeichnung für Getreideforscher
Peer Schilperoord wird für seine Forschung über Getreide mit dem Dr. Rudolf Maag-Preis 2016 ausgezeichnet. Er hat über zehn Jahre hunderte Getreidearten angebaut und ihre Eigenschaften und Geschichte dokumentiert.

Es sei Peer Schilperoord zu verdanken, dass in der Schweiz eine umfassende Darstellung der Getreidearten in Graubünden existiere, schrieb die Zeitung «Südostschweiz» am Montag.

Der Biologe hat mehrere hundert Einzellinien der Bündner Gerste- und Weizensorten aus der Schweizerischen Genbank von Agroscope angebaut. Dabei erfasste er ihre Eigenschaften wie Ertrag und Standfestigkeit und welchen Einfluss Klima und Bodenbeschaffenheit auf sie haben. Zudem prüfte er, welche alten und neuen Sorten sich für die verschiedenen Bergregionen eignen.

Für seinen Beitrag zur Biodiversität im Berglandbau wird ihm am 8. Juni der mit 15'000 Franken dotierte Dr. Rudolf Maag-Preis 2016 in Regensberg ZH verliehen, wie die Stiftung Lotte und Willi Günthart-Maag mitteilte. Die Stiftung mit Sitz in Regensberg vergibt den Preis seit 1973 jährlich zu Ehren des Chemikers Dr. Rudolf Maag und seiner Pionierarbeit im Pflanzenschutz.

Schilperoords akribische Sammlung und Dokumentation kommt insbesondere Bergbauern, aber auch Getreidezüchtern zugute, die auf seine Erkenntnisse zurückgreifen können, um neue Sorten zu erzeugen. Damit unterstützt sein Werk die Vielfalt und den Erhalt des Ackerbaus in den Alpen.

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