18.07.2019 13:35
Quelle: schweizerbauer.ch - aiz
Kartoffeln
Trockenheit: Kartoffelangebot knapp
Wegen der zuvor trockenen Temperaturen fällt die österreichische und deutsche Kartoffelernte eher knapp aus. Jedoch haben sich die Kulturen in den letzten Wochen erholen können.

Der österreichische Frühkartoffelmarkt präsentiert sich ungewöhnlich stabil. Hauptfaktor für diese Marktkonstellation ist die unverändert knappe Angebotslage.

A: Kein Angebotsdruck

Mit den moderaten Temperaturen und den flächendeckenden Niederschlägen in der Vorwoche haben sich die verfügbaren Angebotsmengen zwar kurzfristig wieder etwas verbessert, dennoch reichen sie für die mässige aber stetige Inlandsnachfrage gerade einmal aus. Von einem Angebotsdruck bei Hektarerträgen von 20 bis 25 t in weiten Teilen Niederösterreichs kann keine Rede sein. Daran dürfte sich auch mittelfristig wenig ändern, berichtet die Interessengemeinschaft Erdäpfelbau.

Die Flächenräumung bei den Frühsorten ist schon weit fortgeschritten und die Befürchtungen von schwachen Hektarerträgen bei den Anschlusssorten werden immer konkreter. Zudem wurde schon vereinzelt wieder Drahtwurmbefall festgestellt. Die Preise lagen bei rund 40 Euro je 100 Kilo.

D: Mengen nicht umfangreich

Auch in Deutschland schreiten die Rodungen der Frühkartoffeln zügig voran. Die einzelnen Niederschläge haben die Erntearbeiten kaum eingeschränkt. Mit den zuletzt wieder niedrigeren Temperaturen hat sich auch die Nachfrage belebt, gleichzeitig sorgen aber die laufenden Sommerferien regional für gewisse Beruhigung.

Vor dem Hintergrund der zuvor sehr hohen Temperaturen und der in vielen Regionen zu trockenen Witterung fallen die verfügbaren Angebotsmengen allerdings weiterhin nicht allzu umfangreich aus, wenngleich die Verfügbarkeit von Woche zu Woche ansteigt. Die Preise können sich daher relativ gut behaupten. Moderate Preisabschläge sind allerdings nicht zu verhindern. Die Erzeugerpreise für deutsche Frühkartoffel lagen zu Wochenbeginn im Bundesschnitt bei 55 bis 58 Euro/100 kg. 

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