26.04.2017 18:03
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Getreide
Mehr Futtergetreide angebaut
Die Erntemenge von mahlfähigem Brotgetreide dürfte trotz einem Rückgang der Anbaufläche um 2400 Hektaren gegenüber dem Vorjahr stabil ausfallen. Dies geht aus der am Mittwoch veröffentlichten Ernteprognose von swiss granum hervor, der Branchenorganisation Getreide, Ölsaaten und Eiweisspflanzen.

Ein Zuwachs sei bei den Flächen von Futterweizen, Triticale, Soja sowie Mischungen von Eiweisspflanzen und Getreide zu erwarten.

Mehr Futterweizen, weniger Gerste

Die Dinkelfläche werde knapp 100 Hektaren höher ausfallen, die Roggenfläche knapp 70 Hektaren tiefer. Zum Zeitpunkt der Schätzung seien jedoch die Saatgutverkäufe von Sommergetreide noch nicht bekannt gewesen, schreibt swiss granum in einer Mitteilung. Die Erntemenge an backfähigem Brotgetreide wird auf insgesamt knapp 422'000 Tonnen geschätzt und könne als stabil bezeichnet werden.

Die Anbaufläche von Futterweizen und Triticale werde verglichen mit dem Vorjahr um rund 150 respektive 270 Hektaren höher ausfallen, die Gerstefläche hingegen um knapp 280 Hektaren tiefer. Stabil bleibe die Haferfläche. Gesamthaft gesehen könne mit einer Futtergetreideernte von knapp 490'000 Tonnen gerechnet werden. Damit liege sie knapp unter dem Durchschnitt der letzten sieben Jahre. Darin inbegriffen sei ebenfalls die nicht backfähige Menge an Brotgetreide, die rund 32'000 Tonnen betrage.

Mehr Soja

Beim Raps wird für 2017 von einer stabilen Anbaufläche von 21'000 Hektaren ausgegangen. Eine Zunahme gegenüber dem Vorjahr zeichne sich beim Soja ab, dessen Fläche auf 1900 Hektaren geschätzt werde. Bei den Sonnenblumen werde eine stabile Fläche erwartet. Die geschätzte Erntemenge der Ölsaaten liege mit 90'800 Tonnen, davon 73'400 Tonnen Raps, in der Grössenordnung des Vorjahres.

Die Fläche der Eiweisserbsen steigt 2017 gemäss ersten Einschätzungen um rund 200 Hektaren an. Erwartet wird eine Erntemenge von rund 22'000 Tonnen, die knapp 50 Prozent über dem Mittelwert der Anbauflächen der Jahre 2010 bis 2016 liegt.

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