10.09.2017 09:55
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Ernährung
Kartoffeln sind keine „Dickmacher“
Kartoffeln sollten einen festen Platz in der Speiseplanung haben, denn sie verfügen über eine ausgewogene Zusammensetzung von Nähr- und Inhaltsstoffen. Darauf hat die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) hingewiesen.

Ihr zufolge ist auch das „Dickmacherimage“ der Kartoffel falsch, denn diese enthalte rund 80 % Wasser und sei damit kalorienarm. Laut dem Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) liefert die Kartoffel zudem hochwertiges Eiweiss, größere Mengen an Kalium und Vitaminen, vor allem B-Vitamine und Folsäure.

Rötliche und blaue Kartoffelsorten enthielten zusätzlich als Farbstoffe auch Flavonoide und Anthocyane. Diese sekundären Pflanzenstoffe können laut BZfE den Menschen beispielsweise vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Zellschädigungen schützen. Wie die

Nudeln sind beliebter als Kartoffeln

BLE weiter mitteilte, assen die Deutschen dem Bundesinformationszentrum Landwirtschaft (BZL) zufolge im Wirtschaftsjahr 2015/16 im Schnitt rund 57 kg Kartoffeln, davon rund 34 kg in verarbeiteter Form.

Allerdings hätten die Nudeln die Kartoffeln in der Beliebtheitsskala der Bevölkerung abgelöst, rund 38 % der Deutschen bezeichneten laut Ernährungsreport des Bundeslandwirtschaftsministeriums Spaghetti, Nudeln und Pasta als ihr Lieblingsessen.

In Biotonne entsorgen

Wer Kartoffeln im eigenen Garten anbaue, sollte beachten, dass die Ernte lagerfähiger Sorten im September beginne, denn frühere Sorten seien nicht lagerfähig, erklärte die BLE. Die Ernte ausgereifter Kartoffeln könne beginnen, wenn das Kartoffelkraut seit zwei Wochen abgestorben sei.

Falls Stängel und Blätter mit Pflanzenkrankheiten befallen seien, sollte das Kraut in der Biotonne entsorgt werden, da auf dem Kompost meist zu niedrige Temperaturen herrschten, um die Krankheitserreger abzutöten. Gelagert werden die Knollen laut BLE am besten bei vier bis sechs Grad in einem gut belüfteten, trockenen Raum und vor Lichteinfall geschützt. 

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