18.12.2017 07:36
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Deutschland
Herbstwetter setzte Landwirten zu
Die durchweg zu nasseWitterung im zurückliegenden Herbst hat die Arbeit für die Landwirte in Deutschland erheblich erschwert. Das hat der Deutsche Wetterdienst (DWD) am vergangene Woche in einem Rückblick auf die zurückliegenden Monate berichtet.

Bereits der zu kühle, trübe und auch überdurchschnittlich niederschlagsreiche September habe sich bei den Landwirten keiner grossen Beliebtheit erfreut. So sei der Winterraps teilweise nur ungleichmäßig aufgelaufen. Bei der Aussaat der Wintergerste habe es wegen des nassen Bodens Befahrbarkeitsprobleme gegeben, erklärte der DWD.

Silomais habe vor der vollständigen Abreife der Bestände abgeerntet werden müssen, weil der Herbssturm Sebastian die Pflanzen abgeknickt habe. Im Weinbau hat die vermehrte Ausbreitung pilzlicher Schaderreger laut Wetterdienst eine frühzeitige Lese erzwungen. Positiv im September sei für die Landwirte lediglich gewesen, dass der Zuflug des Rapserdflohs und des Kohltriebrüsslers gedämpft gewesen sei. Auch im Oktober sei die Befahrbarkeit der Flächen für die Landwirte ein Problem geblieben, so der DWD.

Die Aussaat von Wintergetreide habe gebietsweise nicht abgeschlossen werden können, und noch stehende Maisbestände seien bei den Stürmen vielfach abgeknickt. In Winterraps habe man witterungsbedingt einen zunehmenden Befall mit Stängelfäule registriert. Der November war in Deutschland nach DWD-Angaben ebenfalls niederschlagsreich und daneben auch zu mild. Sofern möglich, seien die landwirtschaftlichen Arbeiten wie die Zuckerrübenernte, das Ziehen der Winterfurche und die Aussaat von Winterweizen fortgesetzt und abgeschlossen worden.

Allerdings seien die Böden infolge der häufigen Regenfälle komplett mit Wasser aufgefüllt gewesen. Daher hätten die Landwirte wiederholt kaum ihre Felder befahren können. Wenn man es allerdings geschafft habe, die Winterungen auszubringen, habe man sich durchaus über das Novemberwetter freuen können, erklärte der DWD. Der Monat habe den Winterungen - auch den spät gesäten - insgesamt gute Entwicklungsbedingungen ohne schädigende Einwirkungen geboten.

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