2.07.2020 14:33
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Deutschland
Getreidetransporte am Sonntag erlaubt
Mit Beginn der Erntezeit sind in Rheinland-Pfalz seit dem kommenden Wochenende wieder Erntetransporte stellenweise auch an Sonn- und Feiertagen erlaubt. Eine entsprechende Ausnahmegenehmigung vom Sonntagsfahrverbot für die jeweiligen Erntezeiträume hat der Mainzer Landwirtschaftsminister Dr. Volker Wissing jetzt erteilt.

Wie der Minister am Montag vergangener Woche mitteilte, gilt die Ausnahmegenehmigung während der Getreide- und Rapsernte vom 28. Juni bis zum 30. August, für die Maisernte und die Weintraubenlese von 16. August bis zum 15. November und für die Ernte sonstiger Ölsaaten wie zum Beispiel Sonnenblumen in der Zeit von 16. August bis zum 20. September.

In dieser Zeit seien Erntetransporte für die jeweiligen Erzeugnisse auch an Sonn- und Feiertagen erlaubt. Wissing bat die Ernte- und Autofahrer um gegenseitige Rücksichtnahme. Zugleich appellierte er an die Landwirte und Winzer, vor der Ernte dafür zu sorgen, dass Licht und Bremsen sowie die Bereifung der Schlepper, Erntefahrzeuge und Anhänger funktionstüchtig seien. Gleichzeitig wies er die Autofahrer auf die ungewohnten Abmessungen und Geschwindigkeiten der landwirtschaftlichen Fahrzeuge hin.

Auch in Brandenburg wurde vor dem Hintergrund des Erntebeginns zu gegenseitiger Rücksichtnahme aufgerufen. Der dortige Landesbauernverband appellierte an alle Verkehrsteilnehmer, überall dort besondere Vorsicht walten zu lassen, wo bereits sichtbar Erntefahrzeuge im Einsatz seien. „Ich gehe davon aus, dass wir unbeschadet unsere Ernte einfahren werden“, erklärte Verbändepräsident Henrik Wendorff. An der einen oder anderen Stelle werde man auch auf die Geduld der anderen Verkehrsteilnehmer angewiesen sein.

Auch der Rheinische Landwirtschafts-Verband (RLV) warb um Verständnis, falls die großen Maschinen „mal mit lautem Getöse“ bis spät in den Abend unterwegs seien sollten und es zu Verkehrsbehinderungen komme. Besondere Vorsicht ist laut Verband beim Überholen geboten. Obwohl die eingesetzten Maschinen im Vergleich zu anderen Verkehrsteilnehmern langsam seien, würden Größe, Breite und Geschwindigkeit oft falsch eingeschätzt. Hinzu komme, dass sie beim Abbiegen weit ausscheren müssten.

 

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