13.07.2013 19:39
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Frankreich
Getreideernte in Frankreich leicht unter dem fünfjährigen Durchschnitt
Der Statistische Dienst des Pariser Landwirtschaftsministeriums (Agreste) schätzt die diesjährige Getreideernte in Frankreich auf 50,8 Mio t; das wäre ein Rückgang um 1 % gegenüber dem fünfjährigen Mittel von 51,4 Mio t.

Wie die Statistiker vergangenen Mittwoch (10.7.) mitteilten, rechnen sie im Einzelnen beim Weichweizen im Vergleich zu 2012 mit einem Plus von 1,1 % auf 35,9 Mio t; der Durchschnittsertrag je Hektar dürfte bei 71,9 dt liegen, nach 73,0 dt ein Jahr zuvor.

Bei der Gerstenernte prognostizieren die Agreste-Fachleute gegenüber 2012 ein Minus von 7,9 % auf 10,4 Mio t sowie einen um 4,3 % niedrigeren Durchschnittsertrag in Höhe von 64,5 dt/ha. Beim Körnermais weiteten die französischen Landwirte laut Agreste die Anbaufläche in diesem Jahr im Vergleich zu 2012 um 6 % auf 1,7 Mio ha aus; Ernteschätzungen liegen hier noch nicht vor. Die Fachleute verwiesen in diesem Zusammenhang auf weiter vorhandene Unsicherheiten angesichts der Schwierigkeiten bei der Aussaat im Südwesten und deshalb mögliche Verwendungen als Futtermais.

Die diesjährige Rapsmenge veranschlagen die Statistiker auf 30,6 Mio t, ein Minus von 5,9 % gegenüber 2012. Die schwarze Ölfrucht habe unter dem diesjährigen Wetter gelitten; die Erträge würden somit lokal „sehr heterogen“ ausfallen, so der Statistische Dienst.

Die Agrarbehörde FranceAgriMer legte in ihrer ersten Ernteschätzung am Donnerstag nahezu identische Werte wie Areste vor. „Unsere Zahlen liegen auf einer Linie mit denen aus den Vorjahren“, erklärte der Präsident des FranceAgriMer-Getreideausschusses, Rémi  Haquin. Im Hinblick auf die Gerstenernte berichtete die Leiterin des Projektes zur Getreidebeobachtung beim Agraramt (Céréales Observation - Céré’Obs), Maggy Muckensturm, dass die ersten Rückmeldungen aus Aquitanien und Poitou-Charentes „gut bis sehr gut“ seien.

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