23.12.2015 10:09
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
China
Getreide: Rekordernte in China
Die Bauern in China haben 2015 das zwölfte Mal in Folge eine Rekordgetreideernte eingefahren. Wie das Nationale Büro für Statistik auf Grundlage von Erhebungen in 31 Provinzen kürzlich mitteilte, wurden in diesem Jahr 621,4 Mio. t Getreide einschliesslich Reis sowie Ölsaaten, Kartoffeln und Hülsenfrüchten geerntet.

Das waren 14,41 Mio. t oder 2,4 % mehr als 2014. Im vergangenen Jahr hatte die Wachstumsrate nur bei 0,9 % gelegen. Massgeblichen Anteil am diesjährigen Erntezuwachs hatten die höheren Flächenerträge, die im Vorjahresvergleich im Mittel um 1,8% auf 54,8 dt/ha zulegten. Zudem wurde die Anbaufläche um 0,5% auf 113,3 Mio. ha ausgeweitet.

Mais mit der grössten Anbaufläche

Das grösste Produktionsareal nahm in diesem Jahr wieder Mais mit 38,1 Mio ha in Anspruch. Die Erntemenge legte laut Angaben der Pekinger Statistiker um 8,9 Mio. t oder 4,1% auf 224,6 Mio. t zu. Knapp dahinter rangierte mit einem Produktionsplus von 0,9% auf 208,2 Mio. t Reis, gefolgt von Weizen, dessen Erntemenge im Vergleich zu 2014 um 4 Mio. t oder 3,2% auf 130,2 Mio. t anstieg.

Die Produktion von Getreide einschliesslich Reis, aber ohne Knollen- und Hülsenfrüchte, bezifferte das Statistikbüro für 2015 auf 572,3 Mio. t. Das waren 14,8 Mio. t oder 2,7% mehr als in der vorherigen Saison. Wichtigste Getreideanbauregion in der Volksrepublik blieb die Provinz Heilongjiang mit einem Aufkommen von 63,2 Mio t, gefolgt von Henan mit 60,7 Mio t, was zusammen rund einem Fünftel der chinesischen Gesamtproduktion entsprach.

Landwirtschaftliche Förderpolitik

Die Pekinger Statistiker führen nach Angaben der Nachrichtenagentur Xinhua die zwölfte Rekorderzeugung in Folge auf mehrere Faktoren zurück. So habe unter anderem die landwirtschaftliche Förderpolitik der Regierung zum Ernteplus beigetragen, ebenso die Anwendung neuer Technologien und die geringeren Verluste durch Naturkatastrophen. Eine Rolle habe zudem gespielt, dass der Anbau von Baumwolle und anderen Kulturen eingeschränkt wurde und damit mehr Flächen für den Getreideanbau zur Verfügung gestanden hätten.

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