22.05.2019 07:30
Quelle: schweizerbauer.ch - lid
Ackerbau
Gesucht: Wohnort für Feldlerche
Die Vogelwarte Sempach LU testet in einem Projekt mit landwirtschaftlichen Partnern Anbausysteme, die es der Feldlerche ermöglichen, im Acker erfolgreich zu brüten.

Damit würden Synergien zwischen der Produktion von Nahrungsmitteln und der Förderung der Artenvielfalt genutzt, schreibt die Vogelwarte in einer Medienmitteilung.

Um den massiven Rückgang der Artenvielfalt im Ackerland zu stoppen, müssten die Bedingungen auf den Produktionsflächen markant verbessert werden. Eine Herausforderung bestehe darin, Ertragsverluste auf niedrigem Niveau zu halten. 

Mais und Winterweizen

Im Rahmen eines vom BLW unterstützten Ressourcenprojekts testen die Vogelwarte und ihre Projektpartner, wie sich die Förderung der Biodiversität und die Produktion von Mais und Winterweizen auf der Ackerfläche kombinieren lassen.

Die Auswirkungen werden ganzheitlich erfasst und analysiert. Eine Massnahme besteht darin, in Weizenfeldern bei der Saat Streifen auszusparen, die von der Feldlerche als Landebahnen und Nistplätze genutzt werden. Im Mais wird eine Kleemischung eingesät. Diese Untersaat bietet der Feldlerche Deckung und damit Nistmöglichkeiten sowie Schutz vor Fressfeinden.

Die Vogelwarte erwartet auch eine positive Auswirkung auf Nützlinge. Erste Resultate deuteten darauf hin, dass der Ertrag in Winterweizenfeldern mit Lückenmustern keine Ertragsverluste verursache, so die Vogelwarte. 

Pilot-Betriebe gesucht
Ergänzend soll auf 20 privaten Betrieben die Praxistauglichkeit der Massnahmen getestet werden. Dazu sind die Projektpartner auf der Suche nach Betrieben, die bereit sind, die Massnahmen auf jeweils einer Parzelle Mais und Weizen anzuwenden.

 

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