14.07.2015 07:00
Quelle: schweizerbauer.ch - swissgranum
Getreide
Gerstenernte ist positiv ausgefallen
Die Gerstenernte ist ausser einzelnen Parzellen abgeschlossen. Die gesamte inländische Gerstenpro-duktion wird aktuell auf rund 190‘000 Tonnen geschätzt und weist hohe Hektolitergewichte auf. Der Erntefortschritt bei Raps und Brotweizen ist sehr unterschiedlich je nach Region. Swiss Granum führte bei 32 Sammelstellen, die aufgrund ihrer Marktanteile und geografischen Verteilung ausgewählt wurden, eine Umfrage durch.

Am 13. Juli 2015 war praktisch die gesamte Gerstenernte bis auf einzelne Parzellen abgeliefert. Die Gerste weist mehrheitlich gute Erträge auf. Diese liegen beim Extenso-Anbau zwischen 55 und 70 dt/ha und beim ÖLN-Anbau zwischen 75 und 100 dt/ha. Damit bestätigt Swiss Granum die Angaben von "Schweizer Bauer".

Weniger Ertrag als 2014

Die gesamte inländische Gerstenproduktion wird aktuell auf rund 190‘000 Tonnen geschätzt und dürfte leicht tiefer ausfallen als die Ernte 2014. Die kleine Differenz zum Vorjahr begründet sich primär durch den Flächenzuwachs von rund 650 ha.

Es handelt sich jedoch erst um eine provisorische Schätzung. Die Hektolitergewichte sind mehrheitlich hoch und liegen zwischen 66 und 70 kg/hl. Auch Werte bis 75 kg/hl wurden gemessen. Die Gerste wurde mehrheitlich trocken angenommen mit Feuch-tigkeitsgehalten zwischen 11 und 13%.

Grosse Unterschiede bei  Rapserträgen

Der Erntefortschritt ist je nach Region und Höhenlage sehr unterschiedlich. Im Chablais und im Kanton Genf wurden 50 bis 90% der Rapsernte abgeliefert. In den anderen frühreifen Regionen der Westschweiz, des Mittelandes und der Ostschweiz wurden 5 bis 50% der Rapsernte abgeliefert.

Die Erträge sind gut und liegen zwischen 30 und 40 dt/ha, auch wenn grosse Unterschiede festgestellt wurden. Die Feuchtigkeitsgehalte bewegen sich mehrheitlich zwischen 6 und 10%. Die vorhandenen Zahlen ermöglichen noch keine zuverlässige Schätzung der gesamten inländischen Rapsernte.

Weizenernte in Genf im vollen Gange

Im Kanton Genf wurden rund 75% des Weizens und im Chablais in etwa 50% abgeliefert. In den anderen Regionen hat die Ernte erst begonnen. Die Erträge sind sehr heterogen. Das trockene Wetter und die hohe Temperaturen führten zur einer schnelleren Abreife und einem früheren Erntezeitpunkt.

Die Posten weisen dieses Jahr viele heterogene Kleinkörner auf (trockene und grüne Körner). Der Besatz ist daher grösser. Die ersten Posten besitzen hohe Hektolitergewichte, im Durchschnitt zwischen 83 und 86 kg/hl. Die Fallzahlen liegen zwischen 300 und 450 s. Es ist jedoch zu früh, um sich zur Erntequalität 2015 zu äussern.

 

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