14.09.2016 07:06
Quelle: schweizerbauer.ch - lid
EU
EU: Weniger Weizen und Raps
Die EU-Bauern- und Genossenschaftsverbände Copa-Cogeca rechnen heuer mit einer kleineren Weizen- und Rapsernte.

Die Weizenernte in der EU wird gemäss Schätzung um 10 Prozent niedriger ausfallen als im Vorjahr, teilt Copa-Cogeca mit. Mit einem Einbruch von 30 Prozent habe es Frankreich besonders hart getroffen. Der Rückgang sei in erster Linie auf widrige das Wetter zurückzuführen. Ein weiteres Problem seien Schädlinge und Krankheiten gewesen, deren Bekämpfung zunehmend schwieriger werde, da sie gegenüber Pflanzenschutzmitteln immer stärkere Resistenzen entwickeln würden, so Copa-Cogeca.

Copa-Cogeca befürchtet, dass die EU-Bauern wegen der kleineren Getreide-Ernte in finanzielle Nöte geraten könnten. Erschwert werde die Situation durch die globale Rekordernte, welche zu tieferen Preisen führe. Ohne liquide Mittel könnten Bauern nicht genügend zertifiziertes Saatgut oder Düngemittel für die Aussaat der folgenden Saison kaufen, was wiederum zu einer weiteren schlechten EU-Ernte im nächsten Jahren führen könnte, schreibt Copa-Cogeca in einer Mitteilung.

Ebenfalls rückläufig ist die EU-Rapsproduktion, um 9,2 % im Vergleich zum Vorjahr. Gründe hierfür waren wiederum das Wetter wie auch Schäden durch Insekten. Die mangelnde Verfügbarkeit von effektiven Pflanzenschutzmitteln habe zu dieser schlechten Ernte von Ölsaaten und Leguminosen beigetragen, betont Copa-Cogeca. Und weiter: „Wir müssen die aktuelle EU-Politik zur Zulassung von Pflanzenschutzmitteln überdenken, ansonsten werden Rapserzeuger eine ihrer Hauptanbaukulturen in ihren Fruchtfolgesystemen verlieren, welche jedoch entscheidend für den Erhalt der biologischen Vielfalt sind."

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