15.03.2015 11:21
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
EU
EU-Kommission erwartet für 2015 weniger Getreide und Ölsaaten
Die Landwirte in der EU-28 werden in diesem Jahr wahrscheinlich weniger Getreide und Ölsaaten ernten.

Einer Prognose der EU-Kommission vom Montag vergangener Woche  zufolge ist 2015 mit einem Aufkommen von insgesamt 312,2 Mio t Getreide zu rechnen, nachdem im Vorjahr eine Rekordernte von schätzungsweise 329,8 Mio t eingefahren wurde. Das Minus von 5,3 % fußt vor allem auf der Erwartung niedrigerer Durchschnittserträge, die gegenüber 2014 um 3,6 % auf 5,4 t/ha sinken sollen. Außerdem wird die Anbaufläche der aktuellen Schätzung zufolge mit 57,8 Mio ha um 1,8 % kleiner ausfallen als im Vorjahr.

Rückgang bei Weizen, Mais und Triticale

Im Einzelnen sagen die Brüsseler Experten für die Weizenerzeugung einen Rückgang um 6,7 Mio t oder 4,5 % auf 142,6 Mio t voraus, wobei das Anbauareal um 875 000 ha oder 3,5 % auf 24,2 Mio ha und der mittlere Ertrag um 1,1 % auf 5,88 t/ha schrumpfen sollen. Außerdem werden 68,3 Mio t Mais erwartet, was einem Minus von 10,5 % entsprechen würde. Dabei soll der Ertrag im Schnitt um 6,5 % auf 7,41 t/ha sinken. Für Gerste rechnet die Kommission mit einer Produktionsabnahme um 2,3 % auf 59,2 Mio t, für Triticale um 10,1 % auf 11,8 Mio t und für Roggen um 3,8 % auf 8,6 Mio t.

Mehr Durum erwartet

Dagegen soll sich die Durumernte um 4,8 % auf 8,2 Mio t erhöhen und die Hafererzeugung um 2,8 % auf 8,1 Mio t. Auch für Ölsaaten erwartet die Kommission in diesem Jahr ein kleineres Aufkommen als 2014: Hier wird trotz einer Ausdehnung des Anbauareals um voraussichtlich 1,3 % auf insgesamt 11,8 Mio ha mit einem Erzeugungsrückgang um 10 % auf 31,4 Mio t gerechnet. Die Kommission begründet dies mit voraussichtlich deutlich niedrigeren Durchschnittserträgen; diese sollen im Vorjahresvergleich um 11,2 % auf 2,66 t/ha sinken. Im Einzelnen sagen die Brüsseler Beamten dabei eine Rapsernte von 21,1 Mio t voraus; das wäre ein Minus von 12,1 % gegenüber 2014. Auch die Sonnenblumenerzeugung soll zurückgehen, und zwar um 5,8 % auf 8,7 Mio t.

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