26.05.2015 16:27
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
Getreide
Ernteprognose 2015: Trend bestätigt sich
Die Branchenorganisation Swiss Granum schätzt die Ernte 2015 momentan auf rund 426‘000 t mahlfähiges Brotgetreide, zirka 463‘000 t Futtergetreide, 17‘000 t Eiweisspflanzen und 95‘000 t Ölsaaten. Damit bestätigen sich die Resultate der ersten Schätzung von April.

Die Erntemengen dürften sich damit in der Grössenordnung des Jahres 2012 bewegen. Verglichen mit letztem Jahr stehen die Kulturen, ausser Wintergerste und Triticale, zum jetzigen Zeitpunkt ähnlich gut da, schreibt Swiss Granum am Dienstag in einer Mitteilung.

Futterweizenfläche schrumpft

Beim mahlfähigen Brotgetreide wird eine leichte Abnahme der Fläche gegenüber 2014 von 0,9% auf 81‘370 ha erwartet. Der Rückgang ist vor allem dem Brotweizen (-1400 ha) geschuldet. Die Flächen beim Roggen und beim Dinkel hingegen haben zugenommen. Die Erntemenge an mahlfähigem Brotgetreide wird insgesamt auf rund 426‘000 t geschätzt.

Beim Futtergetreide bestätigen sich die bisherigen Einschätzungen ebenfalls. Insgesamt wird die Anbaufläche verglichen mit dem Vorjahr von Swiss Granum als stabil geschätzt. Rückläufig ist die Fläche beim Futterweizen (-960 ha), mehr angesät wurde Gerste (+700 ha), Triticale (+100 ha) und Körnermais (+ 400 ha). Die Anbaufläche insgesamt steigt leicht um 200 ha auf 61‘600 ha.

Verglichen mit dem Durchschnitt der Jahre 2011-2014 ist ein Flächenrückgang von 2,8% zu verzeichnen, betont Swiss Granum in ihrem Communiqué. Die Futtergetreideernte 2015 wird auf rund 463‘000 t geschätzt. Darin inbegriffen ist ebenfalls die nicht mahlfähige Menge an Brotgetreide (31‘000 t). Bei optimalem Witterungsverlauf und guten Erntebedingungen kann ein Teil dieser Menge im Mahlgetreidesektor abgesetzt werden, so Swiss Granum.

Höhere Ölsaatenfläche

Bei den Ölsaaten und Eiweisspflanzen haben sich die Aprilzahlen ebenfalls bestätigt. Die Eiweisspflanzenernte mit rund 17‘000 t fällt verglichen mit dem Vorjahr höher aus. Die Anbaufläche steigt um gut 200 ha auf 4560 ha. Das Plus ist den Eiweisserbsen zuzuschreiben.

Die Ölsaatenernte wird mit insgesamt 95‘000 t tiefer eingeschätzt als im Rekordjahr 2014. Davon entfallen rund 79‘000 t auf die Rapsproduktion 2015. Die Anbauflächen bei Raps, Soja und Sonnenblumen wurden ausgedehnt. Das Plus liegt insgesamt bei rund 700 ha, die gesamte Anbaufläche liegt 2015 29‘550 ha.

Bei der Interpretation der Zahlen gilt es jedoch zu beachten, dass die Schätzungen provisorisch sind und eine Prognose darstellen. Genaue Angaben zu den Saatgutverkäufen von Sommergetreide sind noch nicht enthalten.

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