19.06.2019 18:55
Quelle: schweizerbauer.ch - blu/lid
Ackerbau
Dringend gesucht: Rapsproduzenten
Schweizer Raps ist sehr gesucht. Die Produktionsmenge wird auf das kommende Jahr deutlich ausgebaut. Der Schweizer Getreideproduzentenverband sucht dringend neue Bauern oder Produzenten, die ihre Mengen erhöhen möchten. Bis Ende Juni können sich Interessierte melden.

Die Kritik am Palmöl zeigt offenbar Wirkung. Die Schweizer Nahrungsmittelindustrie setzt vermehrt auf einheimisches Rapsöl. «Regionalität und somit die Herkunft des Öls werden den Konsumenten fortwährend wichtiger», halten die Getreideproduzenten in einer Mitteilung fest.

Die Vertragsmengen werden deshalb auch im kommenden Jahr ausgebaut. 2019 stehen 91'000 Tonnen unter Vertrag. Für die Ernte 2020 haben die Ölwerke einen Bedarf von 106'000 Tonnen angemeldet, 15'000 Tonnen oder 16 Prozent mehr als 2019.

Es fehlen derzeit Anmeldungen für 13'000 Tonnen klassischen Raps. Wenn die Zielmenge von 106'000 Tonnen nicht erreicht wird, muss der Rest importiert werden, teilt der Schweizerische Getreideproduzentenverband (SGPV) am Mittwoch mit. Laut SGPV handelt es sich um langfristige Umstellungen der Verarbeiter auf Raps, was auch künftig zu einer hohen Nachfrage führen wird.

Neue Produzenten von Raps können sich noch bis zum 27. Juni 2019 auf Agrosolution einschreiben. Bereits eingeschriebene Produzenten, die ihre Fläche erhöhen wollen, können dies telefonisch oder per Mail an Agrosolution melden. 

Hier gehts zur elektronischen Anmeldung
031/910 20 90
info@agrosolution.ch

Weil die Nachfrage nach Sonnenblumenöl tief ist, muss die Menge gekürzt werden. Es kann nicht die ganze angemeldete Menge von 17'500 Tonnen zugeteilt werden. Die Ölmühlen können gemäss Rahmenvereinbarung 9'700 Tonnen übernehmen, sind aber bereit, die Menge auf maximal 12'000 Tonnen zu erhöhen. Der Verband fordert die Bauern auf, die Anbauflächen zu reduzieren, um Kürzungen der Zuteilungsmenge zu vermeiden. So soll verhindert werden, dass zu viel Sonnenblumenkernen auf den Markt gelangen, die weder verarbeitet werden können, noch eine gesicherte Abnahme haben.

 

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