29.08.2016 09:48
Quelle: schweizerbauer.ch - Susanne Meier
Zuckerrüben
Die Rüben holen auf
In den Rüben und den Kartoffeln fanden diese Woche Ertragserhebungen statt. Das Wetter macht den Produzenten auch dieses Jahr einen Strich durch die Rechnung. Immerhin steigen in den Rüben die Zuckergehalte.

Am vergangenen Mittwoch fand die zweite Proberodung in den Zuckerrüben statt. Nach den enttäuschenden Erträgen und den tiefen Zuckergehalten bei der ersten Ertragserhebung Ende Juli war man gespannt auf die Resultate. 

Zuckergehalte gestiegen

Peter Imhof, Leiter Rübenmanagement bei der Schweizer Zucker AG, kann zumindest bei den Gehalten vorläufig Entwarnung geben: «Die Zuckergehalte sind dank dem warmen Wetter seit Ende Juli um rund 2 Prozent gestiegen, sie liegen nun im Bereich der Vorjahreswerte.» 

Der ermittelte Zuwachs bewege sich knapp im Durchschnitt der letzten Jahre, der absolute Ertrag sei aber immer noch tief: «Er liegt in der Ostschweiz  leicht über 60t/ha und im Westen darunter. Am ehesten lassen sich diese Zahlen mit dem  Rübenjahr 2013 vergleichen.» Mit den häufiger werdenden Wetterkapriolen werde es allerdings immer schwieriger, aufgrund der Proberodungen auf den tatsächlichen Rübenertrag zu schliessen.

Unterdurchschnittliche Zuckerrübenernte erwartet

Samuel Jenni, Leiter der Schweizerischen Fachstelle für Zuckerrübenbau, geht aufgrund der Proberodung zwar davon aus, dass es nach 2013 und 2015 auch dieses Jahr eine unterdurchschnittliche Zuckerrübenernte geben wird: «Normalerweise kann man mit einer Tonne Zuwachs pro Hektare und Tag rechnen», meint er. «Heuer liegen wir darunter.» Allzu schwarzmalen will er aber nicht. Das Wetter sei derzeit günstig für die Rüben: «Falls nächste Woche noch etwas Regen fällt und sich Cercospora nicht weiter ausbreitet, wäre das Potenzial vorhanden, dass es doch noch einigermassen gute Erträge gibt.»

Gespaltene Knollen als Hauptmangel

Auch in den Kartoffeln wurden am Montag und Dienstag dieser Woche schweizweit die Ertragserhebungen durchgeführt. Ruedi Fischer, Präsident der Vereinigung der Kartoffelproduzenten, kennt noch keine exakten Zahlen: «Die Resultate sehen wir nächste Woche. Ich gehe aber davon aus, dass die Ertragslage in der West- und Ostschweiz besser ist als im Berner Mittelland. Vielerorts werden jedoch nicht einmal die tiefen Erträge von 2015 erreicht». Gespaltene Knollen seien einer der Hauptmängel.

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