23.03.2020 07:28
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Deutschland
D: Keine Kartoffeln hamstern
In den Kartoffelbetrieben wird derzeit bis an die Grenzen der Belastbarkeit gearbeitet, um der starken Nachfrage nach den Knollen beizukommen. Der Deutsche Kartoffelhandelsverband (DKHV) wies darauf hin, dass Hamsterkäufe von Kartoffeln nicht nötig und auch nicht sinnvoll seien.

Die Ware müsse nämlich richtig gelagert werden, wofür der Frühling nicht die geeignete Jahreszeit sei. Zudem sei die Versorgung mit deutschen Kartoffeln gewährleistet. Der Kartoffelhandel in Deutschland habe in den vergangenen Jahren gemeinsam mit der Landwirtschaft eine moderne und sichere Infrastruktur geschaffen, um deutsche Kartoffeln über das gesamte Jahr hinweg anbieten zu können, hob der DKHV hervor. Dazu gehörten auch Investitionen in moderne Lageranlagen mit Kühlung, die eine gleichbleibend hohe Qualität der Kartoffeln sicherstellten.

„Wir empfehlen ganz klar: Lieber im Supermarkt Kartoffeln bedarfsdeckend einkaufen - die Lagerung für grosse Mengen übernehmen wir in unseren extra dafür ausgestatten Lagerhallen“, betonte DKHV-Präsident Thomas Herkenrath. Nicht in jedem Privathaushalt sei es möglich, grosse Mengen an frischen Kartoffeln sachgemäss zu lagern, und Hamsterkäufe könnten schaden, indem sie zu leeren Regalen führten.

Laut Herkenrath keimen die Kartoffeln im Frühling schnell, wenn sie ins Warme kommen. Frühkartoffeln, die im Mai aus frischer Ernte in den Handel kämen, seien generell nicht lagerfähig. Wer Kartoffeln zu Hause nicht sachgemäss bevorraten könne oder sie nicht rechtzeitig verbrauche, riskiere sie umsonst gekauft zu haben, warnte der Präsident. Deshalb sollten die Verbraucher nur die Mengen an Kartoffeln kaufen, die sie auch bald verzehren. Gemeinsam könne so vermieden werden, Lebensmittel wegzuwerfen und dafür zu sorgen, dass jeder genügend Kartoffeln erhalte. 

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