4.07.2019 08:05
Quelle: schweizerbauer.ch - lid/aiz
Deutschland
D: Getreideernte knapp unter Schnitt
Schwierige Vegetationsbedingungen dieses Jahr sowie die letztjährige Trockenheit werden heuer wohl das Ernteresultat beeinträchtigen.

Der Deutsche Bauernverband (DBV) prognostiziert eine Getreideernte von 47 Millionen Tonnen. Das ist rund 1 Million Tonnen unter dem Durchschnitt der Jahre 2013 bis 2017. Im Vergleich zum Dürrejahr 2018 liegen die Erwartungen aber rund neun Millionen Tonnen darüber.

„Die Nachwirkungen der Dürre sind noch immer deutlich spürbar. Für die angespannte wirtschaftliche Lage in vielen Betrieben wird auch dieses Jahr keine Verbesserung bringen“, sagt der Präsident des DBVs, Joachim Rukwied.

Die diesjährige Getreideernte in Deutschland ist unter schwierigen Vegetationsbedingungen herangewachsen. Die extreme Trockenheit des Sommers 2018 hielt bis zur Aussaat des Wintergetreides im vergangenen Herbst an. In den besonders betroffenen Gebieten sind die Bestände daher spät und vielfach nur lückenhaft aufgelaufen. Nach einem zu trockenen Jahresbeginn haben sich die Niederschläge und die kühle Witterung im Mai positiv auf die Ertragsaussichten ausgewirkt.

"Die Niederschlagsverteilung war regional sehr unterschiedlich. Durch die insbesondere im Osten Deutschlands nach wie vor zu trockenen Bodenverhältnisse sind dort mancherorts erhebliche Trockenschäden festzustellen. Auch haben Starkregen und Hagel teilweise die Getreidebestände stark geschädigt", erläutert Rukwied 

Für die Ernte 2019 wurde in Deutschland auf einer Fläche von 6,4 Millionen Hektar Getreide angebaut. Winterweizen ist weiterhin die bedeutendste Kultur im deutschen Getreideanbau. Der DBV erstellt seine Ernteprognose auf der Basis von Umfragen unter den 18 Landesbauernverbänden zu ihren aktuellen Ertragsschätzungen.

SCHWEIZER BAUER
BEKANNTSCHAFTEN
DER SCHWEIZER BAUER AUF YOUTUBE