28.10.2018 10:50
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Österreich
A: Zukunft von Rübenbauern ungewiss
Auf die ökonomischen Schwierigkeiten der Rübenbauern in Österreich hat der Präsident der Landwirtschaftskammer Niederösterreich, Hermann Schultes, hingewiesen. Das wirtschaftliche Überleben der heimischen Rübenerzeuger sei nicht mehr gesichert, warnte Schultes am vergangenen Donnerstag in St. Pölten.

Eine ausreichende Schädlingsbekämpfung sei seit dem Zulassungsende der Neonikotinoide im Frühjahr 2018 nicht mehr möglich. Zugleich kämpften die Landwirte in diesem Jahr mit Ertragsausfällen durch die Trockenheit und sähen sich mit einem „bedrohlichen Schädlingsbefall unsagbaren Ausmasses“ konfrontiert. Nach Ansicht der Kammer wird der Rübenanbau in Österreich ohne geeignete Pflanzenschutzmassnahmen in Zukunft drastisch zurückgehen.

Dies habe die niederösterreichische Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner erkannt und daher im Landtag einen Initiativantrag für die Notfallzulassung wirksamer Pflanzenschutzmittel eingebracht. Mikl-Leitner stelle sich „schützend auf die Seite der Rübenbauern“, so der Kammerpräsident, der den Vorstoss begrüsste. In Nachbarländern werde demonstriert, wie die mögliche Notfallzulassung „wirksamer und verträglicher Mittel“ die Kulturen schütze. Genau dies werde auch in Österreich gebraucht, forderte Schultes. 

Nach Angaben der Kammer wirtschaften drei Viertel von Österreichs 6'500 heimischen Rübenerzeugern in Niederösterreich. Nur faire Wettbewerbsbedingungen innerhalb des EU-Binnenmarktes könnten einen nachhaltigen Zuckerrübenanbau im Land gewährleisten und die Selbstversorgung, die Lebensmittelqualität und viele Arbeitsplätze erhalten.

 

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