31.05.2017 17:00
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
Aargau
10% der Betriebe bienenfreundlich
In diesem Jahr wurde im Kanton Aargau das Ressourcenprojekt «Bienenfreundliche Landwirtschaft» gestartet. Mit 250 teilnehmenden Betrieben wurden die Erwartungen übertroffen. Die Bauern werden unter anderem auf den Einfluss von Pflanzenschutzmitteln und die Mähtechnik sensibilisiert.

Mit dem vor drei Jahren in die Wege geleiteten Projekt sollen die Bienen gefördert werden. Der Verband Aargauischer Bienenzüchtervereine (VAB) und der Bauernverband Aargau (BVA) suchten zusammen mit Agridea und Agrofutura nach Massnahmen, die sich von den Bauern umsetzen lassen können. In diesem Jahr wurde nun das Projekt gestartet. Die Landwirte hatten im Februar die Möglichkeit, sich dafür anzumelden.

Gegenseitiges Verständnis fördern

«Mit 250 Anmeldungen wurde das Ziel für das erste Jahr bereits übertroffen. Im Februar 2018 und 2019 bestehen zwei weitere Zeitfenster zur Anmeldung», heisst es in einer Mitteilung von VAB und BVA von Mittwoch. Damit haben sich knapp 10 Prozent der Aargauer Betriebe für eine Teilnahme am Projekt «Bienenfreundliche Landwirtschaft» entschieden.

Erklärtes Ziel des Projekts ist jedoch nicht einfach die Umsetzung der Massnahmen, sondern die Landwirte sollen auch wissen, was damit erreicht wird. Die Kommunikation und die Förderung des gegenseitigen Verständnisses zwischen Imkern und Landwirten ist ebenfalls ein zentraler Punkt des Projektes. Um am Projekt teilnehmen zu können, müssen neun Grundmassnahmen sowie eine von zehn Einzelmassnahmen erfüllt werden.

400 bis 1100 Franken


An Informationsanlässen wurde erklärt, wie Bienenverluste bei entsprechender Mähtechnik oder je nach Schnittzeitpunkt minimiert werden können. Weitere Grundmassnahmen sind etwa die Abdrift mindernde Applikationstechnik beim Pflanzenschutzmitteleinsatz, Verzicht auf Sklerotiniabehandlung im Raps, optimierter Pflanzenschutzmitteleinsatz bei Hochstammbäumen, eine minimale Anzahl Kleinstrukturen sowie verschiedene Weiterbildungen. Der Landwirt wird mit einer Betriebspauschale von 400.- bis 1‘100.- pro Jahr entschädigt.

Das Projekt ist bis 2022 ausgelegt. Insgesamt stehen rund 5.3 Millionen Franken zur Verfügung. Der Bund steuert 80 Prozent der Mittel bei, der Kanton Aargau trägt die restlichen 20 Prozent bei. Nebst den Bauern bekommen auch die Imker Beiträge, sofern sie nach den Richtlinien des Qualitätssiegels von Apisuisse - dem Dachverband der schweizerischen Bienenzüchtervereine – produzieren.

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