5.02.2018 07:33
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Mischfutter
Über 1 Mrd. Tonnen Mischfutter
Die gewerbliche Herstellung von Mischfutter in der Welt hat im vergangenen Jahr zum zweiten Mal hintereinander die Marke von 1 Mrd. t überschritten. Das meldete Ende Januar der US-TiernahrungsherstellerAlltech auf Basis von Ergebnissen seiner Umfrage „Global Feed Survey 2018“ bei mehr als 30'000 Futtermühlen in 144 Staaten.

Demnach nahm die globale Produktion in den insgesamt rund 31'600 Mühlen gegenüber 2016 um 2,7% auf 1,07 Mrd. t zu und ist damit innerhalb der vergangenen fünf Jahre um 124 Mio t oder 13% gewachsen. 

55% für Schweine und Masthühner

Am stärksten legte 2017 laut der Umfrage im Vorjahresvergleich die globale Mischfuttererzeugung für Schweine mit 5,5% auf rund 289 Mio. t zu. Das entsprach etwa 27% der Gesamterzeugung. Noch ein Stück weit bedeutender war mit rund 300 Mio. t und einem Anteil von 28% die Erzeugung von Masthühnerfutter, die binnen Jahresfrist um 3% anstieg. Ebenfalls um3 % wuchs die Herstellung von Mischfutter für Milchkühe, und zwar auf 118 Mio. t, was gut ein Zehntel der Gesamterzeugung ausmachte. Die Futterproduktion für Legehennen und Aquakulturen nahm dagegen nur moderat um jeweils 0,3% zu, während sie für Fleischrinder um 1% auf rund 75 Mio. t zurückging. 

Regional gesehen führte nach Alltech-Angaben China die Rangliste der Hersteller mit einer Mischfutterproduktion von 187 Mio. t in etwa 6'000 Mühlen an. Allerdings ging die Erzeugung dort gegenüber 2016 um 0,4% zurück, weil vor allem die Nachfrage in den Bereichen Milchvieh und Rinder schwächer ausfiel. Dies habe aber grösstenteils durch den Anstieg der Schweinefutterproduktion um 11 % ausgeglichen werden können. Auf den Plätzen zwei und drei folgten im Herstellerranking die USA mit 173 Mio. t und Brasilien mit 70 Mio. t. 

Russland erhöhte Produktion massiv

Ein Sprung vom siebten auf den vierten Platz machte Russland, wo die Mischfuttererzeugung der Studie zufolge um 19% auf fast 38 Mio. t emporschnellte. Als Grund dafür wurden das Streben nach einem höheren Selbstversorgungsgrad und die Importsubstitutionspolitik genannt, die in vielen Bereichen zu höheren Tierbeständen und einer wachsenden Fleischproduktion geführt habe.

Auf dem Vormarsch war auch Indien mit einem Produktionsplus von 9% auf 34 Mio. t, das sich aus kulturellen Gründen aber auf die höhere Erzeugung von Futter für Kühe, Geflügel und Aquakulturen beschränkte. Zu den Wachstumsregionen zählte in den vergangen fünf Jahren laut Alltech auch Afrika mit einer überdurchschnittlichen Produktionssteigerung um fast 30%. Im vergangenen Jahr legte dort die Erzeugung von Kuh- und Geflügelfutter um jeweils rund 10% zu.

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