30.07.2013 08:17
Quelle: schweizerbauer.ch - Matthias Roggli*
Bern
Südkoreaner besuchen Biblis
Südkoreanische Sudenten waren im UFA-Werk Biblis zu Gast. Sie lernten die Schweizer Mischfutterindustrie kennen.

Während seines Besuchs der Universitätsstadt Daejeon hat sich Bundesrat Schneider-Ammann dafür ausgesprochen, im Bereich der Wissenschaft enger mit Südkorea zusammenzuarbeiten. Mit dem wirtschaftlichen Aufstieg Asiens sei es wichtig, gute Kontakte in die Region zu knüpfen, betonte der Bundesrat.

Parallelen zu Südkorea

Im Bereich der Mischfutterproduktion ist der Wissensaustausch Schweiz-Südkorea bereits real. 38 Studenten der Universität Dankook, auf deren Programm auch Visiten bei Weltkonzernen wie BASF oder Mercedes Benz standen, besuchten am 19. Juli das UFA-Mischfutterwerk Biblis. Mit dabei war Deborah Stotz, Handelsdiplomatin im Volkswirtschaftsdepartement. Weil zwischen der schweizerischen und der südkoreanischen Landwirtschaft viele Parallelen bestehen, sieht sie in diesem Wissenschaftsbereich Potenzial für Zusammenarbeit.

Die südkoreanischen Besucher zeigten sich beeindruckt von der Energieeffizienz der UFA-Werke, die unter anderem auf der mehrstufigen Nutzung von Abwärme basiert, wie Produktionsleiter Peter Hofer erklärte. Auch die Expandertechnologie, die einen effizienten Nährstoffaufschluss und eine hervorragende Hygienisierung der Rohwaren ermöglicht, stiess auf Interesse. Nicht zuletzt sorgte das Niveau der Qualitätssicherung und der Rückverfolgbarkeit für Staunen.

Maschinen nach China

Der Schweizer Technologiekonzern Bühler, Uzwil SG, installiert seine Anlagen in den UFA-Werken und kann dadurch wertvolle Praxiserfahrungen sammeln und die UFA-Werke als Referenzanlagen vorzeigen. Die UFA-Werke unterstützen so den Export der Schweizer Maschinenindustrie.

Laut Phoebe Härtner von der Bühler AG bestehen für Hightech-Futterproduktionstechnologien vor allem in aufstrebenden Schwellenländern wie China oder Brasilien zunehmende Exportmöglichkeiten. Von der Zusammenarbeit der UFA und der Bühler AG im Bereich der Produktionstechnologie profitieren auch die Schweizer Nutztierhalter in Form umweltschonend produzierter Qualitätsfuttermittel.

* Der Autor arbeitet bei der Fenaco-Tochter UFA.

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