19.06.2017 16:12
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Soja
Südamerika: Deutlich mehr Soja
Die Farmer in Südamerika haben in diesem Frühjahr offensichtlich erheblich mehr Sojabohnen eingebracht als noch vor einem Monat erwartet worden war. Die globale Sojabohnenernte hingegen ist rückläufig.

So hob das amerikanische Landwirtschaftsministerium (USDA) die Schätzung für das diesjährige brasilianische Aufkommen in seinem aktuellen Juni-Report für 2016/17 gegenüber Mai um 2,4 Mio tauf 114,0 Mio. t an. Für Argentinien weist das US-Agrarressort jetzt eine Sojabohnenerzeugung von 57,8 Mio. t aus.

Im Mai-Bericht waren es 57,0 Mio. t gewesen. Im Vergleich zur Erntemenge des Vorjahres errechnet sich für Brasilien jetzt ein Produktionsplus von 17,5 Mio. t an Sojabohnen oder fast einem Fünftel und für den südlichen Nachbar von 1,0 Mio. t. Einen Tag vor der Veröffentlichung des USDA-Berichtes hatte auch die Versorgungsgesellschaft (Conab) des brasilianischen Agrarressorts ihre Schätzung für die Sojaernte im eigenen Land angehoben, und zwar um 900'000 t auf 113,9 Mio. t.

Unterdessen beliess die Getreidebörse in Buenos Aires ihre Schätzung für die argentinische Bohnenernte bei 57,5 Mio. t. Insgesamt geht das USDA nun von einer globalen Sojabohnenproduktion von 351,3 Mio. t aus. Das wären 38,5 Mio. t oder 12% mehr als in der Saison 2015/16 erzeugt wurden.

Mit Blick auf das Vermarktungsjahr 2017/18 liessen die Washingtoner Fachleute ihre Prognosen indes unverändert. Für das eigene Land werden weiterhin 115,8 Mio t Sojabohnen vorausgesagt, was im Vergleich zum Vorjahr einen Rückgang um 1,4 Mio t bedeuten würde. Auch weltweit insgesamt rechnet das USDA mit einer Abnahme der Sojabohnenproduktion, und zwar um 6,6 Mio. t beziehungsweise etwa 2% auf 344,7 Mio. t.

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