24.07.2017 11:50
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
Zuckerrüben
Stabiler Preis und höhere Quote
Die Branchenorganisation Zucker hat für 2016 den definitiven Preis pro Tonne Zuckerrüben auf 44 Franken festgelegt. Für 2018 wurden trotz Quotenaufhebung in der EU stabile Preise vereinbart. Zudem wird die Zuckerquote ausgedehnt.

Dank vorübergehend steigenden Zuckerpreisen auf dem Weltmarkt und in der EU wird die Schweizer Zucker AG trotz der tiefen Zuckerproduktion ein ansprechendes Betriebsergebnis realisieren können, schreibt die Branchenorganisation am Montag in einem Communiqué.

EU-Quoten fallen Ende September


Für 2016 wurde ein definitiver Rübenpreis von 44 Fr./t festgelegt. Der Preis liegt damit auf demselben Niveau wie 2015 und ein Franken über dem Richtpreis. Der Endpreis setzt sich aus einem Grundpreis von 37 Fr./t sowie einer variablen Komponente von 7 Fr./t zusammen. Zusätzlich erfolgt eine individuelle Qualitätsbezahlung von durchschnittlich etwa CHF 12.- /t.

Ende September werden in der Europäischen Union die Zuckerquoten und Exportbeschränkungen aufgehoben. Das aktuelle System schränkt die EU-Produktion auf 85 Prozent des eigenen Zuckerbedarfs ein.

2018: Richtpreis bei 43 Fr./t

Verschiedene Länder haben bereits von Ausdehnung des Anbaus angekündigt. Die EU rechnet insgesamt mit einer Ausdehnung der Zuckerproduktion von 20 Prozent. In den darauffolgenden Jahren dürfte die Erzeugung wieder schrumpfen. Für 2026/27 wird eine Produktion von 18,3 Mio. t Zucker prognostiziert. Gegenüber der laufenden Saison wäre das ein Zuwachs von immerhin fast 9 Prozent

Der Preis für EU-Zucker dürfte auf das Weltmarktniveau sinken, mit direkter Auswirkung auf das schweizerische Preisniveau, warnt die Branchenorganisation. Trotz ungünstiger Aussichten wird auf Stabilität gesetzt. 2018 werden 2 Franken von der Transportentschädigung auf den Rübenpreis umgelagert. Der Richtpreis wurde auf 43 Fr./t festgelegt.

CH: Zuckerquote ausgedehnt

Aufgrund der tiefen Zuckerlager und der Swissnessvorlage ist Schweizer Zucker gesucht. Daher wird die Zuckerquote von 265'000 t auf 275'000 t Zucker leicht erhöht. Gesucht werden daher auch neue Zuckerrüben-Produzenten.

Bei der Transportentschädigung werden der Grundbeitrag sowie die distanzabhängige Entschädigung entsprechend gesenkt. «Die Anpassung erfolgt mit dem Ziel, die Transportkosten zu optimieren und ist für Pflanzer, welche ihre Rüben selber führen, ertragsneutral», so die Branchenorganisation. Bei den Transporten bestehe das Einsparpotenzial. Neu wird ein Übernahmemodell «Abgang Feldrand» eingeführt, welches es ermöglicht, den Rübentransport der Zuckerfabrik zu übertragen. Änderungen sind auch bei den Bahntransporten zu erwarten. 

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