27.11.2019 17:50
Quelle: schweizerbauer.ch - bki/blu
Umfrage
Soll Emmi vegane Produkte herstellen?
Es ist das Boom-Produkt von Emmi: Caffè Latte. Nun soll es ab 2020 das Mischgetränk auch in veganer Ausführung geben. Was denken Sie über die Produkt-Lancierung? Soll der grösste Schweizer Milchverarbeiter vegane Produkte verkaufen? Abstimmen und mitdiskutieren

Ab März 2020 soll es soweit sein: Die sehr erfolgreiche Caffè-Latte-Linie wird um ein veganes Produkt erweitert. 

Aus Mandelmilch

Kommuniziert wurde die Neuigkeit an der weltgrössten Lebensmittelmesse Anuga in Köln (D). «Konsumenten, die bei Eiskaffeegenuss auf tierische Produkte verzichten möchten, finden mit dem Emmi Almond Macchiato schon bald eine hochwertige Alternative mit Feelgood-Faktor im Kühlregal», beschreibt Emmi das neue Produkt. 

Der Kaffee wird aber nicht mit Kuhmilch, sondern mit Mandelmilch gemischt. «Damit bedient Emmi den wachsenden Trend nach veganen Produkten», schreibt Emmi Deutschland weiter. Beim Almond Macchiato steht die brasilianische Kaffeeherkunft und die vegane Kennzeichnung im Fokus. Sie sorgen für eine deutliche Abgrenzung zum restlichen Sortiment, hält Emmi fest.

Abgefüllt bei Biedermann

Caffè Latte ist für Emmi eine Erfolgsgeschichte. So wurden 2018 rund 145 Millionen Becher produziert. «Dieses Jahr sollten wir auf rund 155 Millionen kommen», erklärt Emmi-Sprecherin Sybille Umiker zu schweizerbauer.ch.

Der Herstellungsprozess ist grundsätzlich gleich wie bei Emmi Caffè Latte, sagt Umiker zu schweizerbauer.ch. Die Röstung der Kaffeebohnen erfolgt bei der Gourmetrösterei Rast in Ebikon LU, das Brühen der Espressi wird bei Emmi in Ostermundigen BE durchgeführt. «Einzig findet die Abfüllung und das Vermischen von Kaffee und Mandeldrink erfolgt bei der Molkerei Biedermann in Bischofszell ab, da wir dort bereits heute vegane Milchdrinks abfüllen», fährt Umiker fort.

Attraktive Nische

Das jüngste Mitglied der Caffè-Latte-Familie soll ab Frühling 2020 auch in der Schweiz erhältlich sein. Den Entscheid, eine Marke für vegane Produkte zu lancieren, begründet Emmi gegenüber «Schweizer Bauer» damit, dass die Bearbeitung von attraktiven Nischen zur Strategie von Emmi gehöre. 

Sprecherin Sibylle Umiker nennt drei Gründen, weshalb vegane Produkte für den grössten Schweizer Milchverarbeiter attraktiv sind: «Erstens werden solche Produkte ganz klar vom Konsumenten gefordert. Zweitens kann Emmi so ihre Innovationsführerschaft in der Schweiz unterstreichen. Und drittens können mit zusätzlichen pflanzenbasierten Produkten die bei Emmi vorhandenen Kompetenzen und Kapazitäten noch besser ausgenutzt werden.»

Landwirtschaft soll profitieren können

Emmi ist sich bewusst, dass ihre Milchproduzenten kritisch reagieren könnten. Die Frage sei jedoch nicht, ob inskünftig mehr vegane Produkte konsumiert werden oder nicht, sondern lediglich, wie die Schweizer Wirtschaft und auch die Landwirtschaft von diesem Trend profitieren können, stellt Umiker klar.

Für Emmi sind vegane Produkte nicht ganz Neuland. Das Unternehmen produziert Milchprodukte aus Soja, Mandeln und Lupinen. «Dies jedoch nur für Drittkunden und nicht unter der Marke Emmi», berichtete der Tagesanzeiger 2016.

Was halten Sie vom veganen Mischgetränk von Emmi? Geht für Sie die Herstellung von veganen Produkten in Ordnung? Oder soll sich Emmi auf Milchprodukte beschränken?

Zur Emmi Gruppe zählen in der Schweiz 25 Produktionsbetriebe. Im Ausland ist das Unternehmen mit Tochtergesellschaften in 14 Ländern präsent; in sieben davon mit Produktionsstätten. Aus der Schweiz heraus exportiert Emmi Produkte in rund 60 Länder. Schwerpunkte der Geschäftsaktivitäten bilden - neben dem Heimmarkt Schweiz - Westeuropa sowie der amerikanische Kontinent. Der Umsatz von 3,5 Milliarden Schweizer Franken - über 10% davon mit Bio-Produkten - verteilt sich hälftig auf die Schweiz und das Ausland. Deutschland ist für Emmi einer der wichtigsten Auslandsmärkte. pd

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