31.03.2020 09:23
Quelle: schweizerbauer.ch - sda/blu
Eier
Schweizer Legehennen mit Rekord
Die Schweiz produziert immer mehr Bio-Eier. Darüber hinaus war 2019 war aus Sicht des Bundesamtes für Landwirtschaft (BLW) auch ein Rekordjahr hinsichtlich der Produktion und der Nachfrage - und dies bei minim höheren Eierpreisen für die Produzenten.

Auch die Nachfrage nach Importeiern blieb hoch.

Bio-Anteil bei 17,7%

Schweizer Legehennen legten erstmals mehr als eine Milliarde Eier, wie das BLW am Dienstag mitteilte. Die Kükenstatistik zeige ausserdem, dass sowohl mehr Bio- als auch mehr nicht-Bio-Eier produziert wurden. Der Bio-Anteil in der gesamten Eierproduktion in der Schweiz erreichte mit 17,7 Prozent einen neuen Rekord.

Mit 784 Mio. Eiern wurde knapp die Hälfte des Gesamtverbrauchs über den Detailhandel vermarktet, das sind 3,3 % mehr als 2019. Von den 784 Mio. Eiern sind 267 Mio. Eier aus Freilandhaltung, 208 Mio. Eier aus Bodenhaltung, 126 Mio. Eier aus Biohaltung und 183 Mio. Eier wurden importiert. Den höchsten Zuwachs verzeichneten Schweizer Freiland- (+24,8 %) und Bioeier (+6,7 %). Diese Mehrproduktion ging zulasten von Schweizer Bodenhaltungseiern (-17,4 %). Importeier wurden ebenfalls um 6,3 % mehr eingekauft.

Mehr Freilandeier

Rund 64 Prozent der gesamten Eierproduktion wurden 2019 von fünf nationalen Eierhändlern zentral gesammelt. Die Umstellung des Sortiments im Schweizer Detailhandel hin zu mehr Freilandeier zeigte dabei einen klaren Effekt in der Eierbeschaffung: Der Anteil gesammelter Bodenhaltungseier bei den nationalen Eierhändlern ist 2019 mit 14.4% erstmalig unter die 15 %-Grenze gesunken. Zulegen konnten dafür sowohl Freiland- als auch Bioeier, welche zusammen über 85 % der zentral gesammelten Eier ausmachen.

Der statistische Eier-Verbrauch pro Kopf stieg 2019 auf 184,4 Stück. Das ist laut BLW der höchste beobachtete Wert seit 2001 und ein Anstieg um rund drei Eier gegenüber 2018. Das bedeutet, dass jede Einwohnerin und jeder Einwohner der Schweiz im Durchschnitt ein halbes Ei pro Tag verbraucht.

Fester Bestandteil im Ernährungsmix

Im Vergleich der Versorgungsbilanzen anderer Länder zeigt sich, dass Eier grundsätzlich ein fester Bestandteil im Ernährungsmix eines Schweizer Haushalts sind, jedoch in geringerem Masse als beispielsweise in Deutschland und Österreich. 

Der statistisch Verbrauchswert lag in diesen beiden Ländern 2018 bei 235 respektive 240 Eiern pro Kopf und Jahr. In Singapur wurde sogar ein Verbrauch von 358 Eiern pro Kopf beobachtet, was nahezu dem Verbrauch von einem Ei pro Tag entspricht.

Minim mehr Geld für Produzenten

Die Produzentenpreise bei Eiern mit Standartgewicht von 60.3 Gramm mit stiegen 2019 durchschnittlich um 0,8 Prozent. Für ein Bio-Ei erhielten die Produzenten 43,1 Rappen, für ein Freilandei 22,7 Rappen und für ein Bodenhaltungsei 21,6 Rappen. Gleichzeitig sanken die Kosten für Importeier: Eingeführte Verarbeitungs- und Konsumeier kosteten an der Grenze umgerechnet 11,6 respektive 13,6 Rappen.

Im Schweizer Detailhandel wurden mehrheitlich sinkende Preise je Ei beobachtet. Insbesondere frische Freilandeier kosteten mit 59,3 Rappen pro Ei durchschnittlich 0,8 Prozent respektive einen halben Rappen weniger. Importeier waren ebenfalls günstiger und kosteten 23,6 Rappen pro Stück. Grössere Eierschachteln lohnten sich dabei für den Konsumenten. Ein Schweizer Freilandei in einer 10er-Packung kostete mit 56.6 Rappen rund 17 % weniger als ein Ei in einer 4er-Schachtel mit 68.5 Rappen pro Ei.

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